Hopfen beim Bierbrauen: Kirin II
Veröffentlicht: 26. Mai 2026 um 21:01:48 UTC
Kirin II, eine japanische Hopfensorte, wurde von der Kirin Brauerei für den doppelten Einsatz entwickelt. Sie wird für ihre ausgewogene Bitterkeit und ihr feines Aroma geschätzt und eignet sich sowohl für Lager- als auch für Ale-Biere. Diese Sorte entstand, als Japan die Hopfenimporte beschränkte und begann, Hopfen im Inland im Rahmen staatlicher Verträge anzubauen. Infolgedessen werden Hopfensorten wie Kirin II im Inland unter bestimmten Bedingungen angebaut.
Hops in Beer Brewing: Kirin II

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Die typische chemische Zusammensetzung von Kirin II weist einen Gehalt an Alpha-Säuren von häufig um die 8 % auf, wobei die angegebenen Werte zwischen 6,8 % und 10,3 % liegen, während der Gehalt an Beta-Säuren üblicherweise bei etwa 6,4 % (5,2 %–8,0 %) liegt. Der Gehalt an Co-Humulon ist mit etwa 43 %–45 % relativ hoch und beeinflusst die wahrgenommene Bitterkeit. Der Gesamtölgehalt ist mit etwa 1,15–1,18 ml/100 g moderat und wird hauptsächlich von Myrcen, Humulen und Caryophyllen dominiert, die gemeinsam das Aromaprofil des Hopfens prägen.
Die Sorte Kirin II reift landwirtschaftlich sehr spät und produziert kleine, locker gepackte Zapfen. Die Erträge variieren je nach Region, liegen aber üblicherweise zwischen etwa 750 und 1100 kg pro Hektar. Die Sorte zeigt kräftiges Wachstum und eine ausgeprägte Resistenz gegen Falschen Mehltau. Sie ist gut lagerstabil – nach sechs Monaten bei 20 °C (68 °F) beträgt der Alpha-Gehalt noch etwa 70 %.
Wichtigste Erkenntnisse
- Kirin II ist eine japanische Zweinutzungs-Hopfensorte, die von der Kirin Brewery Co. entwickelt wurde.
- Der Anteil an Alpha-Säuren liegt typischerweise bei etwa 8 %, der Anteil an Co-Humulon bei etwa 43–45 %.
- Das Ölprofil (Myrcen, Humulen, Caryophyllen) verleiht ein zurückhaltendes, würzig-fruchtiges Aroma.
- Sehr späte Reife, kleine Zapfen und gute Resistenz gegen Falschen Mehltau.
- Behält nach sechs Monaten bei 68°F etwa 70% des Alpha-Wertes und eignet sich daher für die Langzeitlagerung.
- Wird häufig sowohl zum Bitterhopfen als auch für späte Hopfengaben verwendet und macht oft einen großen Anteil der Hopfenmenge aus.
Einführung in Kirin II und seine Bedeutung im Brauwesen
Kirin II entstand aus einem gezielten Züchtungsprojekt in Japan mit dem Ziel, einen Hopfen mit edlem Aroma und gleichmäßiger Bitterkeit zu kreieren. Seine Ursprünge liegen in einer Klonselektion aus Shinshuwase, die in der Kirin Brauerei in Tokio weiter verfeinert wurde. Der Züchtungsprozess floss Einflüsse aus Saaz und der samenfesten Abstammung der Weißen Rebe ein, um Aroma und Wachstumseigenschaften zu formen.
Die Entwicklung von Kirin II wurde maßgeblich von Japans Hopfenpolitik beeinflusst. Eine Regierungsinitiative zur Reduzierung von Importen führte zu Partnerschaften, die die Produktion an inländische Unternehmen banden. Diese Politik förderte den heimischen Hopfenanbau, wobei Kirin II ein zentrales Ergebnis dieser Kooperationen darstellte.
In den USA zeigt sich die Bedeutung von Kirin II beim Brauen in seiner Hybridnatur. Es vereint die Eigenschaften der Saazer Hefe mit einem moderaten Gehalt an Alpha-Säuren und einem einzigartigen Aromaprofil. Dadurch ist es besonders attraktiv für Brauer, die einen edlen europäischen Charakter mit einer nuancierten Bitterkeit anstreben. Es eignet sich besonders für Lagerbiere, Pilsner und Hybrid-Ales.
- Ursprung von Kirin II: Klonale Shinshuwase-Basis mit Saaz- und Weißweinreben-Einflüssen.
- Kirin Brewery Co.: Entwickler und Verwalter der Auswahl und der Versuche.
- Japanische Hopfenpolitik und heimischer Hopfenanbau: Vertraglich bedingtes Wachstum begrenzte das weltweite Angebot.
- Kirin II US-Braurelevanz: ein nützlicher Ersatz oder eine Ergänzung zu Hopfen der Saazer Art.
Für alle, die Rezepte kreieren, ist es wichtig zu wissen, dass Kirin II weltweit nur begrenzt verfügbar ist. Importeure und Fachhändler spielen daher eine entscheidende Rolle. Wenn Kirin II erhältlich ist, kann er direkt Saaz ersetzen oder mit amerikanischen Sorten gemischt werden. Diese Mischung verstärkt das milde, edle Aroma und erhält gleichzeitig die stabile Bitterkeit.

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Botanischer Hintergrund und Abstammung
Die Entwicklung von Kirin II war das Ergebnis sorgfältiger Züchtungsarbeit mit dem Ziel, zuverlässige Anbaueigenschaften mit dem klassischen europäischen Aroma zu vereinen. Ihre Wurzeln liegen in japanischen Initiativen zur Kultivierung stabiler Hopfensorten mit wertvollen Geschmacksprofilen für die lokale Brauindustrie. Diese Bemühungen führten zu einem Hopfen mit klarer europäischer Herkunft und Eigenschaften, die für gleichbleibende Leistung ausgewählt wurden.
Abstammung: Verbindungen zu Shinshuwase, Saaz und Weißer Rebe
Die Abstammung von Kirin II ist eng mit Shinshuwase verbunden, was ein Schlüsselfaktor für das Verständnis seiner einzigartigen Eigenschaften ist. Shinshuwase selbst stammt von Saazer Hopfensorten und dem samenfesten Weißen Weinrebenhopfen ab. Dieses Erbe bestätigt Kirin II als Nachkomme des Saazer Hopfens und verleiht ihm subtile kontinentale Würze und edle Finesse.
Klonselektion und Zuchtziele
Kirin II wurde als Klonselektion und nicht als samenfeste Sorte gezüchtet. Dieses Verfahren ermöglichte es der Kirin Brewery Co., Pflanzen mit einheitlichen Zapfen, gleichbleibenden Erträgen und vorhersehbaren Öl- und Säureprofilen auszuwählen. Diese Präzision reduzierte die Variabilität und sicherte den Vertragsanbauern eine zuverlässige Versorgung.
- Ziel der Züchtung war es, die Abhängigkeit von importiertem Hopfen zu verringern, indem eine für das japanische Klima geeignete Zweinutzungssorte geschaffen wurde.
- Zu den Zielen gehörten moderate Alpha-Säuren zur Bitterung, aromatische Öle zur späteren Zugabe und Krankheitsresistenz.
- Die Auswahl erfolgte unter Berücksichtigung agronomischer Zuverlässigkeit, um die vertraglichen Vorgaben konstant zu erfüllen.
Das Ergebnis war eine ausgewogene Brausorte mit einem Alpha-Säuregehalt von nahezu 8 % und einem Ölprofil, das sowohl für Bitterkeit als auch für ein feines Aroma geeignet ist. Durch Klonselektion wurden diese Eigenschaften in allen Anbauflächen einheitlich sichergestellt. Dies machte Kirin II zu einem Eckpfeiler der japanischen Hopfenproduktion und zu einer begehrten Wahl für Brauer weltweit.

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Alpha- und Beta-Säurezusammensetzung
Kirin II bietet ein ausgewogenes Bitterkeitsprofil und ist daher vielseitig für verschiedene Brauprozesse geeignet. Der Alpha-Säuregehalt liegt zwischen 6,8 % und 10,3 %, mit einem Durchschnitt von etwa 8 %. Dieser Bereich ist entscheidend für Brauer, die die Bittereinheiten (IBU) und die Hopfenmenge planen.
- Typischer Alpha-Säure-Bereich: 6,8%–10,3%, häufig wird ~8% angegeben.
Beta-Säuren spielen, obwohl weniger intensiv, eine Schlüsselrolle bei der Reifung und der Entwicklung später Bitterkeit. Der Gehalt an Kirin-II-Beta-Säuren liegt Berichten zufolge zwischen 5,2 % und 8,0 %, wobei einige Proben 6,4 % aufweisen. Diese Werte sind wichtig, um die Stabilität und die potenzielle Entwicklung von Tanninnoten im Laufe der Zeit vorherzusagen.
- Beta-Säure-Gehalt: 5,2 %–8,0 % (Beispiel 6,4 %).
Der Anteil an Co-Humulon innerhalb der Alpha-Säuren ist ein weiteres charakteristisches Merkmal. In Kirin II liegt der Co-Humulon-Gehalt typischerweise zwischen 43 % und 45 % der gesamten Alpha-Säuren. Ein höherer Co-Humulon-Gehalt führt oft zu einer schärferen oder ausgeprägteren Bitterkeit und beeinflusst somit die gesamte Bitterkeitswahrnehmung.
- Co-Humulon-Anteil: 43%–45% und dessen Einfluss auf die wahrgenommene Bitterkeit.
Bei der Gestaltung eines Hopfenbitterprofils sollten Sie den Alpha-Säure-Grundgehalt, den Beitrag der Beta-Säure zur Reifung und den Co-Humulon-Gehalt berücksichtigen. Diese Faktoren bestimmen, wann Sie Hopfen für Bitterung, Geschmack oder Aroma hinzufügen. Sie tragen dazu bei, die perfekte Balance in Ihrem Bier zu erzielen.

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Profil und Aromakomponenten ätherischer Öle
Die Zusammensetzung der ätherischen Öle dieser Hopfensorte prägt ihre sensorische Rolle im Bier. Ihr Gesamtölgehalt liegt bei 1,15–1,18 ml pro 100 g. Dieser moderate Wert eignet sich sowohl für die Bitterung als auch für die Entwicklung von Spätaromen. Sorgfältige Verarbeitung erhält die flüchtigen Aromen und sorgt so für ein authentisches Hopfenaroma im fertigen Bier.
Die Hauptbestandteile bestimmen, wie der Hopfen in Geruch und Geschmack wahrgenommen wird. Myrcen (Kirin II) macht etwa die Hälfte der Ölfraktion aus. Es verleiht harzige, grüne und dezente Zitrusnoten, wenn späte Hopfengaben oder Kalthopfung diese flüchtigen Aromen einfangen. Humulen (Kirin II) ist mit etwa 14 Prozent der nächstgrößte Bestandteil. Es steuert kräuterige, holzige und leicht edle Noten bei, die gut zu Pilsnern und Lagerbieren passen.
Caryophyllen (ca. 9,4 %) verleiht dem Bier eine subtile, würzige und pfeffrige Note. Dies kann malzbetonte Rezepte aufwerten. Farnesen liegt mit unter 1 % vor, sodass blumige Kopfnoten nur minimal ausgeprägt sind. Diese Mischung ergibt ein ausgewogenes Hopfenaroma mit grünen und kräuterigen Noten und einer dezenten blumigen Süße.
- Ein moderater Gesamtölgehalt ermöglicht die Verwendung für zwei Zwecke.
- Kirin II Myrcen erzeugt grüne und zitrusartige Aromen.
- Kirin II Humulen verleiht einen edlen, erdigen Charakter.
- Ein niedriger Farnesengehalt schränkt die deutlichen floralen Nuancen ein.
Da Myrcen flüchtig ist, beeinflussen Lagertemperatur und Zugabezeitpunkt das Ergebnis maßgeblich. Späte Hopfengaben im Braukessel oder schonende Kalthopfungsverfahren erhalten die ätherischen Öle des Kirin II, die für die Frische sorgen. Für einen dauerhaft edlen Charakter sollte der Fokus auf dem Erhalt des Kirin-II-Humulens durch kühle Gärung und luftdichte Verpackung liegen.

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Verwendung beim Brauen: Doppelfunktion als Bitterstoff und Aromastoff
Kirin II ist eine vielseitige Hopfensorte, die sich besonders als Dual-Purpose-Sorte eignet. Ihr Alpha-Säuregehalt von etwa 8 % macht sie ideal für frühe Hopfengaben während des Kochens und sorgt für eine stabile Bitterkeit. Das Ölprofil des Hopfens ist perfekt für späte Hopfengaben und Kalthopfung und verleiht dem Bier edle, blumige Aromen.
Bei der Rezeptplanung sollten Sie Kirin II sowohl für die Bitterung als auch für das Aroma in Betracht ziehen. Verwenden Sie es zunächst, um den gewünschten IBU-Wert zu erreichen. Geben Sie dann in kleineren Mengen gegen Ende des Garvorgangs oder im Whirlpool hinzu, um feine Gewürz- und Kräuternoten zu erzielen, ohne die Öle zu überhitzen.
Kirin II macht in Rezepten, in denen er eine Schlüsselrolle spielt, oft etwa 41 % der Hopfenmenge aus. Dieser Prozentsatz unterstreicht seine Doppelfunktion: Er sorgt für Bitterkeit und verleiht dem Bier bei späteren Zugaben zusätzlichen Charakter.
- Wie sich Kirin II bei der Bitterung im Vergleich zu späten Hopfengaben verhält: Für eine frühe Bitterkeit verwenden, um die IBUs zu sichern, dann abgemessene späte Hopfen für das Aroma hinzufügen.
- Empfohlene Dosierung in Rezepten: Beginnen Sie mit etwa 40–45 % des Gesamthopfengewichts, wenn Kirin II die Hauptsorte ist.
- Dosierungsrichtlinien nach Bierstil und Verwendungszweck: Bei Lager- und Pilsner-Rezepten werden höhere Hopfengaben zu Beginn bevorzugt, gefolgt von kleineren Zugaben am Ende; bei Ales kann ein größerer Anteil der Hopfengaben später hinzugefügt oder für Hybridprofile kaltgehopft werden.
Praktische Dosierungsbeispiele: Zuerst die IBU-Werte nach Zugabe von Kirin II als Bitterhopfen festlegen, dann die Menge für die späte Whirlpool- oder Kalthopfung nach Geschmack berechnen. Die Mengen entsprechend der Lieferantenabweichung (ca. 6,8 % bis 10,3 %) anpassen.
Für einen 5-Gallonen-Sud verwendet man Kirin II als Hauptbitterhopfen in ähnlichen Mengen wie andere mittelstarke Alpha-Sorten. Anschließend gibt man je nach gewünschter Intensität und Bierstil 10–30 % dieses Gewichts als späte Hopfengaben für das Aroma hinzu.
Verfolgen Sie die Dosierung von Kirin II und die Ergebnisse des Alpha-Tests Ihres Lieferanten, um einen gleichbleibenden IBU-Wert über alle Chargen hinweg zu gewährleisten. Diese Vorgehensweise sichert eine vorhersehbare Bitterkeit und lässt gleichzeitig die Aromen in Lagerbieren, Pilsnern und Hybrid-Ales voll zur Geltung kommen.

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Kirin II springt
Kirin II-Hopfen bietet einen edlen Charakter, der an Saazer Hopfen erinnert und sich ideal für alle eignet, die eine klare Bitterkeit mit subtiler Aromatik bevorzugen. Dank seines moderaten Alpha-Säuregehalts ist er perfekt für die Hauptbitterung oder als ausgleichendes Element in modernen Hybrid-Rezepturen. Er ist die richtige Wahl für alle, die Zurückhaltung einem kräftigen Zitrus- oder Kiefernaroma vorziehen.
Warum sollte man Kirin II-Hopfen in seinen Rezepten verwenden?
Diese Sorte zeichnet sich durch ein mildes, kräuterartiges und erdiges Aroma mit einer ausgewogenen Bitterkeit aus. Sie ist aufgrund ihrer effizienten Bitterkeit, die den Gaumen verfeinert, sehr beliebt. In Kombination mit amerikanischen oder neueren Aromahopfen verleiht Kirin II dem Bier Tiefe, ohne andere Aromen zu überdecken.
Geschmacks- und Aromacharakteristika von Ales und Lagern
Kirin II zeichnet sich durch ein Geschmacksprofil mit kräuterigen, würzigen und holzigen Noten aus, die seinem hohen Humulen- und Caryophyllengehalt zu verdanken sind. Myrcen steuert eine leichte Zitrusnote bei und sorgt für eine angenehme Frische. Sein Aroma lässt sich am besten als zurückhaltend und edel beschreiben; es fehlt ihm die Wucht oder Fruchtigkeit anderer Hopfensorten.
Beispiele für Spielstile, in denen Kirin II seine Stärken ausspielt
- Japanische Lagerhopfen eignen sich hervorragend für klassische japanische Lagerbiere und klare Pilsner und unterstreichen deren edles Profil.
- Pilsner-Biere und Hybrid-Lager profitieren von der Klarheit des Kirin II, egal ob er als Haupthopfen oder als unterstützende Zutat in amerikanischen Sorten dient.
- Wiener und Kölsch-Hybriden schätzen die ausgewogene Bitterkeit und die subtile Würze, die Kirin II bietet.
Tipps zur Positionierung von Rezepten und zur Kombination mit anderen Speisen
Kirin II eignet sich als Haupthopfen in traditionellen Lagerbieren und Pilsnern, um sein feines Aroma zu bewahren. In modernen Ales lässt er sich mit Hopfensorten wie Cascade oder Centennial kombinieren, um die Komplexität zu erhöhen und gleichzeitig eine ausgewogene Basis zu erhalten. Wer einen klassischen, zurückhaltenden Geschmack bevorzugt, sollte Kirin II als dominierenden Hopfen verwenden.
Wachstumsmerkmale und landwirtschaftliche Daten
Kirin II weist besondere Feldeigenschaften auf, die für Anbauer und Brauer von entscheidender Bedeutung sind. Der Anbau im Rahmen von Verträgen in Japan beeinflusst den Erntezeitpunkt, den Reihenabstand und die Nacherntebehandlung. Diese Faktoren wirken sich maßgeblich auf die Anbaueigenschaften von Kirin II und die Qualität des Hopfens beim Brauen aus.
Das Verständnis von Reifezeitpunkt und Ertrag der Kirin-II-Rebsorte ist für die Planung unerlässlich. Sie reift sehr spät und muss daher oft in den kühleren Herbstwochen geerntet werden. Die Erträge variieren; ein Bericht spricht von etwa 1.660 Pfund pro Acre, andere Berichte gehen von 2.000–2.500 Pfund pro Acre bei intensiver Pflege aus.
Anbauer sollten mit kleinen, locker gepackten Zapfen rechnen. Diese Eigenschaft beschleunigt zwar die Trocknung, erfordert aber sorgfältige Handhabung, um mechanische Verluste zu vermeiden. Der hohe Ölgehalt der Zapfen ist bemerkenswert und schützt die Aromastoffe während der Ernte und Lagerung. Diese Eigenschaft steigert den Wert für Brauer, die auf Kirin II-Ertrag und Ölgewinnung Wert legen.
Kirin II ist für sein kräftiges vegetatives Wachstum bekannt. Diese Wuchskraft fördert die Entwicklung eines dichten Blätterdachs, das bei sachgemäßer Erziehung entscheidend für das Ertragspotenzial ist. Die beobachtete Resistenz gegen Falschen Mehltau reduziert den Bedarf an Fungiziden und gewährleistet so eine gleichbleibende Produktion auf Vertragsbetrieben.
- Sehr späte Reife: Arbeitsaufwand und Lagerung müssen auf ein verzögertes Erntefenster abgestimmt sein.
- Ertragsbeispiele: Die angegebenen Erträge liegen je nach Standort und Anbaumethode zwischen ca. 1.660 und 2.500 Pfund pro Acre.
- Merkmale der Kegel: geringe Größe, lockere Dichte und gute Ölspeicherung zur Aromaerhaltung.
- Wuchskraft und Krankheitsresistenz: robustes Wachstum mit ausgeprägter Resistenz gegen Falschen Mehltau.
Das Verständnis dieser Aspekte bringt die Anbaupraktiken mit den Brauzielen in Einklang. Die Fokussierung auf Pflanzdichte, Stabilität des Spaliergerüsts und Ernteplanung optimiert die Ergebnisse im Anbau von Kirin II. Dies trägt zu vorhersehbaren Erträgen bei, insbesondere angesichts der späten Reifezeit und der praktischen Resistenzeigenschaften.
Lagerstabilität und Hopfenhandhabung
Kirin II weist eine moderate Lagerstabilität auf, was für Brauer, die den Alpha-Gehalt des Hopfens über die Zeit überwachen, von entscheidender Bedeutung ist. Nach sechs Monaten bei 20 °C (68 °F) behält er etwa 70 % seines Alpha-Gehalts. Dies deutet darauf hin, dass eine kühlere Lagerung unerlässlich ist, um sowohl die Bitterkeit als auch den Späthopfencharakter zu erhalten.
Um Öle und Säuren zu erhalten, sind einige wichtige Schritte zu beachten. Vakuumversiegelung oder Stickstoffbegasung reduzieren den Sauerstoffkontakt. Kühlung oder Einfrieren verlangsamen den Abbau. Der Transport in der Kühlkette ist unerlässlich, um Aromastoffe wie Myrcen zu erhalten und den Wert von Kirin II in Lager- und Ale-Bieren zu steigern.
- Kirin II-Hopfen sollte vakuumverpackt oder unter Stickstoffatmosphäre gelagert werden.
- Für optimalen Erhalt der Hopfen-Alpha-Säuren und des Öls sollte das Produkt gekühlt oder gefroren aufbewahrt werden.
- Minimieren Sie Temperaturschwankungen und vermeiden Sie längeren Kontakt mit Luft.
Beim Umgang mit Hopfen während des Brauprozesses sollten die flüchtigen Öle beachtet werden. Myrcen, das die Hälfte des Ölprofils ausmacht, profitiert von später Hopfengabe und Kalthopfung. Bei längerer Lagerung des Hopfens oder unbekanntem Erntejahr sollte die Menge erhöht werden, um Aroma und Bitterkeit zu gewährleisten.
Viele Kirin II-Chargen stammen von Vertragsfeldern in Japan, die nach Brauereivorgaben angebaut werden. Prüfen Sie beim Ernten von Kirin II oder beim Kauf von Lieferanten das Erntejahr und die Lagermethode. Diese Informationen gewährleisten Frische und helfen Ihnen, den Alpha-Gehalt des Hopfens für Ihre Rezepte vorherzusagen.
Kombination von Kirin II mit anderen Hopfensorten und Zutaten
Kirin II entfaltet sein volles Potenzial in Kombination mit amerikanischen Hopfen, die sein edles, kräuterartiges Aroma unterstreichen oder einen Kontrast dazu bilden. Brauer, die Kirin II in Szene setzen möchten, ohne seine subtilen Nuancen zu überdecken, werden diese Kombinationsideen hilfreich finden.
- Nugget: Ideal für eine frühe Bitterkeit und einen kräftigen Körper. Nugget gleicht Kirin II aus, indem es eine ausgeprägte Bitterkeit hinzufügt und so dessen Kräuternoten optimal zur Geltung bringt.
- Liberty: Verleiht eine subtile Würze und blumige Note. Eine kleine Menge Liberty bei später Zugabe ergänzt Kirin II in Lagerbieren und hellen Ales.
- Newport: Seine spritzige Zitrusnote bildet einen Kontrast zu Kirin IIs erdigen Nuancen. Verwenden Sie kleine Mengen im Whirlpool, um die edlen Aromen zu bewahren.
- Bullion: Ein reichhaltiger Bitterhopfen, der die Struktur unterstützt. Bullion eignet sich perfekt für Bierstile, die ausgeprägte Alpha-Säuren benötigen, um Kirin II auszugleichen.
- Cascade und Centennial: Sparsam für Hybridbiere verwenden. Diese amerikanischen Hopfensorten verleihen Kirin II ein zitrusartig-blumiges Aroma, das seine Kräuternoten wunderbar umrahmt.
Die Wahl der Hefe hat einen erheblichen Einfluss auf die Hopfenaromen. Reine Lager- und neutrale Ale-Hefen konzentrieren sich auf die Hopfenaromen. Wyeast 2124 (Bohemian) und White Labs WLP830 (American Lager) sind aufgrund ihrer reinen Aromenprofile beliebt.
Die Wahl einer Hefe, die nicht mit dem Hopfenaroma konkurriert, ist entscheidend. Saubere Gärungen ermöglichen es, dass späte Hopfengaben und Kalthopfung den durch Myrcen geprägten Kräuterduft des Hopfens optimal zur Geltung bringen.
- Pilsner Malz: Eine leichte Basis, die die Kombinationen mit Kirin II Malz verbessert, indem sie Kräuter- und edle Noten hörbar lässt.
- Wiener und helle Malze: Sie verleihen dem Bier eine subtile Röstnote und Fülle, ohne die Hopfennuancen zu überdecken. Diese Malze eignen sich für Hybrid-Lagerbiere und Pale Ales mit Kirin II.
- Reiszusatz: Reis ist typisch für Lagerbiere nach japanischer Art und sorgt für einen knackigen Abgang sowie ein reineres Aroma bei Kirin II.
Bei der Auswahl von Zusatzstoffen und Gewürzen sollte Zurückhaltung geboten sein. Zarte Zitronenschalen, ein Hauch Koriander oder blumige Kräuter sollten den Geschmack unterstreichen, aber nicht dominieren. Bei japanisch inspirierten Bieren harmonieren Sake-ähnliche Gärungsester gut mit dem Aroma von Kirin II.
Das Timing ist entscheidend. Späte Hopfengaben, Whirlpooling bei niedriger Temperatur und kurzes Kalthopfen sind empfehlenswert, um die flüchtigen Öle zu erhalten. Diese Methoden verbessern die Ergebnisse, wenn Kirin II in Rezepten verwendet wird, die auf feine Kräuter- und edle Aromen setzen.
Alternativen und Vergleiche mit anderen Sorten
Kirin II vereint traditionellen, edlen Charakter mit moderner Vielseitigkeit. Brauer vergleichen häufig Hopfensorten, um zu entscheiden, wann sie Kirin II ersetzen oder andere Sorten verwenden sollten. Hier sind einige praktische Tipps, um Aroma, Bitterkeit und IBU-Werte optimal aufeinander abzustimmen.
Europäische Saazer Rebsorten weisen die ähnlichsten Kräuter- und Gewürznoten auf. Tschechischer Saazer, Hallertauer Mittelfrüh und Tettnang zeichnen sich durch ein edles Profil aus. Sie besitzen ähnliche erdige und blumige Kopfnoten, unterscheiden sich jedoch in ihren Alpha-Säure- und Co-Humulon-Werten, was die Bitterkeitswahrnehmung beeinflusst.
Bei der Suche nach Saazer Alternativen sollten Sie den Alpha-Säure- und Ölgehalt berücksichtigen. Kirin II bietet mit seinem Alpha-Säure-Bereich (ca. 6,8–10,3 %) und dem höheren Co-Humulon-Gehalt eine stärkere Bitterkeit als klassisches Saazer Bier bei gleicher IBU. Passen Sie die Menge des Bitterhopfens an, um das gewünschte Mundgefühl zu erzielen. Geben Sie den Bitterhopfen sparsam zu spät hinzu, um die edlen Aromen zu erhalten.
- Verwenden Sie Saaz für das authentischste Pilsner-Aroma, wenn eine Saaz-Alternative benötigt wird.
- Wählen Sie Tettnang oder Hallertauer Mittelfrüh, um die Kräuter- und Blütennoten bei leicht unterschiedlichen Ölprofilen zu erhalten.
- Kombinieren Sie eine kleine Menge Nugget oder Magnum mit Saaz, um die höhere Bitterkeit von Kirin II nachzuahmen, wenn Kirin II-Ersatzstoffe knapp sind.
Praktische Austauschvorschläge helfen amerikanischen Brauern, ihre Stilvorgaben zu erreichen. Beim Bitterhopfen sollten die IBU-Werte gewichtsmäßig angeglichen und Unterschiede im Alpha-Säuregehalt berücksichtigt werden. Um die gleiche Aromaintensität zu erzielen, sollte die späte Zugabe von Saazer Hopfen um 10–25 % erhöht werden, wenn Kirin II ersetzt wird.
- Bei traditionellen edlen Lagerbieren sollte Kirin II durch Saaz ersetzt werden; falls ursprünglich Kirin II verwendet wurde, sollte die Bitterkeit reduziert werden, um eine zu starke Würze zu vermeiden.
- Nutzen Sie Liberty oder Tettnang als Mittelweg, wenn Sie nach einem integren Charakter mit etwas höherer Zuverlässigkeit in US-Lieferketten suchen.
- Wenn Kirin II-Ersatzstoffe nicht verfügbar sind, mischen Sie Saaz mit einem kleinen, hochalphabetischen Bitterhopfen (Nugget oder Magnum), um ein Dual-Purpose-Verhalten nachzuahmen.
Die abschließenden Verkostungsanpassungen sind entscheidend. Falls die Bitterkeit nach dem Einsatz von Kirin II zu dominant erscheint, reduzieren Sie die frühen Hopfengaben oder geben Sie etwas mehr späten Hopfen für mehr Aroma hinzu. Diese Hopfenvergleiche und Austauschstrategien sorgen dafür, dass die Rezepte über alle Chargen hinweg ausgewogen und stiltreu bleiben.
Wo man Kirin II Hopfen in den Vereinigten Staaten beziehen kann
Kirin II ist in den USA aufgrund des begrenzten Exports aus Japan eine Rarität. Der Anbau erfolgt größtenteils im Rahmen von Brauerei- und Regierungsverträgen. Diese Knappheit führt dazu, dass die Verfügbarkeit in den USA oft unvorhersehbar ist. Brauereien sollten ihre Einkäufe daher mit ausreichend Vorlaufzeit planen und mögliche Erntepausen einkalkulieren.
Für eine zuverlässige Versorgung sollten Sie Großhändler meiden. Wenden Sie sich stattdessen an spezialisierte Hopfenimporteure und Fachhändler für Craft-Brauereien. Diese führen oft seltene Sorten. Kleinere Händler wie BarthHaas North America, Yakima Chief Hops und Hobbybrauer haben möglicherweise ebenfalls importierte Partien im Angebot. Wenn Sie Kirin II-Hopfen kaufen möchten, kontaktieren Sie diese Anbieter frühzeitig, um sich nach bevorstehenden Lieferungen zu erkundigen.
- Durchsuchen Sie Angebote von Brauereiausstattern, die importierte oder seltene Hopfensorten anbieten.
- Informieren Sie sich über Hopfenmarktplätze, die mit internationalen Anbauern und Speditionspartnern zusammenarbeiten.
- Erwägen Sie eine Partnerschaft mit lokalen Brauereien, die über bestehende Importkanäle verfügen, um Kirin II im Rahmen einer Sammelbestellung zu importieren.
Bei der Auswahl von Kirin II-Lieferanten ist Transparenz wichtig. Seriöse Lieferanten stellen ein Analysezertifikat, das Erntejahr und Verpackungsdetails zur Verfügung. Diese Angaben helfen Ihnen, den Hopfen optimal auf Ihre Rezeptanforderungen abzustimmen.
Prüfen Sie die Angaben der Lieferanten hinsichtlich spezifischer Punkte: angegebener Alpha-Säuregehalt, Gesamtölgehalt und Verpackungsmethode. Viele Quellen nennen einen Alpha-Säuregehalt von etwa 6,8–10,3 Prozent, wobei auf den Etiketten häufig ca. 8 Prozent angegeben sind. Prüfen Sie, ob der Hopfen vakuumverpackt, mit Stickstoff gespült oder gekühlt gelagert wurde, um die voraussichtliche Frische einzuschätzen.
Die Importlogistik ist bei Kirin II von entscheidender Bedeutung. Erkundigen Sie sich nach Lieferterminen, voraussichtlichen Transportzeiten und Kühlkettenabwicklung. Frische beeinflusst Aroma und Bitterkeit. Bevorzugen Sie Partien der jüngsten Ernte und Verkäufer, die Analysezertifikate (COAs) vorlegen, um die IBU-Werte und spätere Zugaben sicher anpassen zu können.
Wenn Sie sich für ganze Dolden oder Pellets entscheiden, bevorzugen Sie Produkte aus jüngerer Ernte mit dokumentierter Lagerung. Der Kauf bei spezialisierten Importeuren oder etablierten Heimbrauerlieferanten minimiert das Risiko. Beachten Sie, dass die Verfügbarkeit von Kirin II in den USA saisonal schwanken kann. Eine frühzeitige Planung erhöht Ihre Chancen, die benötigte Menge und Qualität zu sichern.
Rezeptbeispiele und praktische Brautipps
Nachfolgend finden Sie detaillierte, praxisorientierte Anleitungen für Brauer, die Kirin II-Hopfen optimal zur Geltung bringen möchten. Diese Richtlinien umfassen Malzmischungen, Hopfengabezeitpunkt und Tipps zur Reifung, um das edle Aroma des Hopfens zu bewahren. Sie dienen als Ausgangspunkt für Anpassungen im Heimbrau- oder Mikrobrauereimaßstab.
Pilsner nach japanischer Art (Beispielrezept)
- Getreide: Pilsner Malz 90–95 %, Reiszusatz optional 5–10 % zur Auflockerung des Körpers.
- Ziel: OG ~1,048, FG ~1,010, SRM 3–4, ABV ~5 %.
- Hopfenplan: Primäre Bitterung mit Kirin II, um die Ziel-IBUs zu erreichen; Gewicht für deklarierten Alpha anpassen.
- Spätere Zugaben: kleiner Whirlpool oder 10-minütige Zugaben von Kirin II für ein edles Aroma.
- Anmerkung: Dieses Kirin II Lagerbier zeichnet sich durch eine klare Bitterkeit und feine florale Noten aus.
Hybrid Pale Ale (Beispielentwurf)
- Getreide: Basis aus hellem Malz 85–90 %, kleine Karamellsorten 5–7 % für die Balance.
- Ziel: OG ~1,054, FG ~1,012, SRM 6–8, ABV ~5,5–6 %.
- Hopfenplan: Aufteilung der Hopfenmischung mit etwa 40 % Kirin II und ergänzenden amerikanischen Hopfensorten wie Cascade oder Centennial.
- Spätere Zugaben: Kirin II nach 10–15 Minuten für mehr Geschmack, Whirlpool bei
- Kalthopfung: Leichte Kalthopfung mit frischem Kirin II, um subtile Kopfnoten hervorzuheben, ohne das Malz zu überdecken.
- Anmerkung: Der Ansatz des Kirin II Pale Ale bewahrt die Sortenreinheit und fügt gleichzeitig Zitrus-/Harznoten amerikanischer Sorten hinzu.
Hinzufügungszeitpunkt und der Kirin II-Hüpfplan
- Bitterung: Zugabe von Kirin II zu Beginn des Kochvorgangs. Die IBU-Werte werden anhand des Alpha-Werts berechnet, und bei der Schätzung der wahrgenommenen Bitterkeit muss das Co-Humulon berücksichtigt werden.
- Geschmack: Nach 10–15 Minuten hinzufügen, um die ätherischen Öle aus der Mitte des Kochvorgangs zu extrahieren, die für mehr Fülle und würzige Noten sorgen.
- Aroma: Verwenden Sie Whirlpool-Zugaben unterhalb von 170°F/77°C oder kurz vor dem Siedepunkt, um edle Aromaten, die hauptsächlich aus Myrcen und Humulen bestehen, einzufangen.
- Kalthopfen: Sparsam anwenden und frischen Hopfen verwenden, um vegetative Noten zu vermeiden; kalt und kurz kalthopfen bewahrt die empfindlichen Kopfnoten.
Gärung und Reifung zum Schutz des Hopfencharakters
- Hefe: Wählen Sie für Lagerbiere und Ales saubere, esterarme Hefestämme, damit die Aromen von Kirin II sich entfalten können.
- Temperaturen: Mäßige, kontrollierte Gärung anwenden. Niedrigere Temperaturen für Lagerbiere, konstante Temperaturen für Ales zur Gewinnung reiner Ester.
- Kaltreifung: Verlängerte Lagerung mildert die Bitterkeit und erhält die edlen Aromen in einem Kirin II Lagerbierrezept.
- Sauerstoffkontrolle: Nach der Gärung die Sauerstoffaufnahme minimieren, um die Hopfenöle zu erhalten; Fässer spülen oder Flaschen mit sauerstoffarmer Nachgärung befüllen.
- Lagerung: Fertiges Bier kühl und dunkel lagern, um den Aromaverlust zu verlangsamen und das Hopfenprofil der Kirin II-Rezepte zu erhalten.
Praktische Tipps
- Hopfen genau abwiegen und die Alpha-Angabe des Lieferanten für jede Charge berücksichtigen.
- Staffeln Sie Whirlpool und Kalthopfung, damit die feinen Myrcen-Noten nicht durch Hitze oder Sauerstoff zerstört werden.
- Beim Skalieren von Rezepten muss das Verhältnis von Kirin II zu Gesamthopfenmenge, wie es in den Beispielrezepten für Kirin II Pale Ale und Lager verwendet wurde, beibehalten werden.
- Verkostung in verschiedenen Stadien: während der Gärung, nach der Gärung und nach der Reifung, um beurteilen zu können, welchen Beitrag Kirin II im Laufe der Zeit leistet.
Abschluss
Kirin II erweist sich als einzigartige Wahl für Brauer, die einen vielseitigen, Saazer Hopfen suchen. Er bietet ein ausgewogenes Verhältnis von moderaten Alpha-Säuren (ca. 8 %) und ein knackig-bitteres Profil. Die ölige Zusammensetzung, reich an Myrcen, Humulen und Caryophyllen, verleiht dem Bier kräuterige, würzige und zitrusartige Noten. Dadurch eignet er sich ideal für Pilsner, japanische Lagerbiere und Hybrid-Ales. Diese Zusammenfassung ist für Brauer, die ihre Rezepte planen, unerlässlich.
Bei der Betrachtung von Kirin II liegt der Fokus auf Anbau und Handhabung. Die Sorte reift spät, liefert mäßigen Ertrag und bildet lockere, kleine Dolden. Anbauer und Käufer müssen Ernte und Lagerung sorgfältig planen. Nach sechs Monaten bei 20 °C behält der Hopfen etwa 70 % seiner Alpha-Säuren. Sorgfältige Kühllagerung und Handhabung sind entscheidend für den Erhalt der flüchtigen Öle und damit für die Aromaentwicklung.
Für US-Brauer, die Kirin II in Betracht ziehen, ist es wichtig, die Angaben des Lieferanten zu Alpha-Säuregehalt und Ölgehalt zu überprüfen. Aufgrund des höheren Co-Humulon-Gehalts sollte die Bitterkeit angepasst werden. Es empfiehlt sich, Kirin II mit neutralen Lagerhefen und passenden Malzen zu kombinieren. Bei geschickter Anwendung kann Kirin II modernen Lagerbieren und Pale Ales edle Aromen sowie feine Kräuter- und Blütennoten verleihen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Kirin II und wer hat es entwickelt?
Kirin II ist eine japanische Zweinutzungshopfensorte, die von der Kirin Brewery Co. in Tokio entwickelt wurde. Sie ist eine Klonselektion der Shinshuwase-Sorte und weist Vorfahren aus Saaz und Weißwein auf. Speziell für das japanische Klima und Anbausystem gezüchtet, bietet sie zuverlässige Eigenschaften und einen ausgewogenen Geschmack.
Warum wurde Kirin II entwickelt und wie beeinflusste die japanische Politik seinen Anbau?
Kirin II wurde als Reaktion auf Japans Politik zur Reduzierung von Hopfenimporten und zur Förderung des heimischen Anbaus entwickelt. Die Kirin Brewery Co. wählte diese Sorte aus und vermehrte sie im Rahmen von Brauerei- und Regierungsverträgen für die kommerzielle Nutzung. Dies stärkt die heimische Versorgung und sichert die Qualität.
Was sind typische Alpha- und Beta-Säure-Werte für Kirin II?
Der Alpha-Säuregehalt von Kirin II liegt zwischen 6,8 % und 10,3 %, üblicherweise bei etwa 8 %. Der Beta-Säuregehalt liegt zwischen 5,2 % und 8,0 %, typischerweise bei 6,4 %. Brauer sollten die Gewichte anhand der Analysenzertifikate der Lieferanten anpassen, um den Ziel-IBU-Wert zu erreichen.
Wie beeinflusst der Co-Humulon-Gehalt von Kirin II die Bitterkeit?
Kirin II weist einen Co-Humulon-Anteil von 43–45 % der Alpha-Fraktion auf. Dieser höhere Co-Humulon-Gehalt kann zu einer ausgeprägteren Bitterkeit führen. Brauer empfinden die Bitterkeit möglicherweise als intensiver, wenn sie Kirin II als primären Bitterhopfen verwenden.
Welches ätherische Ölprofil weist Kirin II auf und welche Aromen erzeugt es?
Kirin II hat einen moderaten Gesamtölgehalt von 1,15–1,18 ml pro 100 g. Myrcen (ca. 50 %), Humulen (ca. 14 %) und Caryophyllen (ca. 9,4 %) sind die dominierenden Öle, Farnesen ist nur in Spuren vorhanden. Dieses Profil trägt zu seinem einzigartigen Aroma bei.
Wie sollte Kirin II im Braukessel und bei späteren Zugaben verwendet werden?
Kirin II ist vielseitig einsetzbar und eignet sich sowohl für die frühe Zugabe zum Bitterhopfen als auch für die Zugabe während des Kochens oder 10–15 Minuten vor Kochende zur Aromatisierung. Verwenden Sie einen Whirlpool bei niedriger Temperatur oder führen Sie eine Kalthopfung durch, um die Myrcen-betonten Aromen zu erhalten. Frische Hopfen und die Einhaltung der Kühlkette sind für eine optimale Aromaentfaltung unerlässlich.
Welchen Anteil am Hopfenanteil macht Kirin II typischerweise in Rezepten aus?
Kirin II macht in Bieren, in denen er verwendet wird, oft etwa 41 % der Hopfenmenge aus. Dies spiegelt seine Rolle sowohl als primärer Bitterhopfen als auch als Beitragender zu Geschmack und Aroma wider.
Welche Dosierungen oder prozentualen Anteile eignen sich gut für die verschiedenen Bierstile?
Für Pilsner und Lagerbiere nach japanischer Art verwenden Sie Kirin II als Hauptbitterhopfen, um den gewünschten IBU-Wert zu erreichen. Geben Sie kleine Mengen späten Hopfens oder Whirlpool-Hopfen hinzu, um ein edles Aroma zu erzielen. Bei Hybrid-Pale-Ales teilen Sie die Hopfenmischung mit etwa 30–50 % Kirin II auf und ergänzen Sie diese mit amerikanischen Sorten wie Cascade oder Centennial für hellere Kopfnoten. Die genauen Mengen hängen vom angegebenen Alpha-Säuregehalt auf dem Lieferantenzertifikat ab.
Welche Spielstile profitieren am meisten von Kirin II?
Kirin II eignet sich hervorragend für japanische Lagerbiere und Pilsner, bei denen eine edle, klare Bitterkeit und ein zurückhaltendes Aroma erwünscht sind. Auch in Hybrid-Lagerbieren und Ales – Kölsch-ähnlichen Bieren, Wiener Bieren oder hellen Pale Ales – kommt es gut zur Geltung, wenn Brauer einen traditionellen, kräuterigen und erdigen Charakter mit einem etwas höheren Gehalt an Alpha-Säuren für eine effiziente Bitterung kombinieren möchten.
Wie schneidet Kirin II im Vergleich zu Saaz und anderen edlen Hopfensorten ab?
Kirin II stammt von der Saazer Linie ab und bietet einen ähnlichen, kräuterartigen, edlen Charakter, jedoch mit einem breiteren Alpha-Säure-Spektrum (6,8 %–10,3 %) und einem höheren Co-Humulon-Gehalt (ca. 43 %–45 %). Erwarten Sie ein vergleichbar edles/kräuterartiges Aroma, aber möglicherweise eine stärkere wahrgenommene Bitterkeit. Beim Austausch von Saazer durch Kirin II müssen gegebenenfalls die Zugabemengen und Bitterstoffe angepasst werden, um den IBU-Wert und die Aromaintensität zu erreichen.
Welche Hopfensorten passen üblicherweise zu Kirin II und welche Rezeptpartner eignen sich dafür?
Gängige Partner sind Nugget, Liberty, Newport, Bullion, Cascade und Centennial. Typischerweise wird Kirin II für die Basis und die edlen Nuancen verwendet, während amerikanische Hopfen hellere Zitrus- oder harzige Noten beisteuern. Die Wahl von Malz und Hefe – Pilsner- und Wiener Malz sowie reine Lager- oder neutrale Ale-Hefen – trägt dazu bei, die subtilen Aromen hervorzuheben.
Welche agronomischen Merkmale und Erträge sind mit Kirin II verbunden?
Kirin II ist eine sehr spät reifende und wüchsige Sorte mit bemerkenswerter Resistenz gegen Falschen Mehltau. Die angegebenen Erträge variieren: etwa 1.660 lbs/acre (≈1.860 kg/ha) laut einer Quelle und eine breitere Spanne von etwa 2.000–2.500 lbs/acre laut anderen Quellen. Die Zapfen sind klein und locker gepackt, was das Trocknen und die Handhabung beeinflussen kann.
Wie stabil sind Kirin II-Alpha-Säuren und -Öle bei der Lagerung?
Kirin II behält nach sechs Monaten bei 20 °C (68 °F) etwa 70 % seiner Alpha-Säure, was auf eine moderate Stabilität hindeutet. Myrcen, das etwa die Hälfte der Öle ausmacht, ist flüchtig und zersetzt sich schneller; zur Aromaerhaltung ist eine kühle, sauerstoffarme Lagerung und eine zügige Verwendung erforderlich.
Welche Lagerungs- und Handhabungsmethoden erhalten die Eigenschaften des Kirin II am besten?
Verwenden Sie vakuumversiegelte oder mit Stickstoff gespülte Verpackungen, lagern Sie den Hopfen gekühlt oder gefroren und achten Sie auf eine lückenlose Kühlkette beim Transport. Vermeiden Sie Sauerstoffkontakt und hohe Temperaturen. Für aromafokussierte späte Hopfengaben oder Kalthopfung verwenden Sie Hopfen aus der jüngsten Ernte und überprüfen Sie die Ölgehaltsdaten auf den Analysezertifikaten, um die Dosierung anzupassen.
Ist Kirin II für US-amerikanische Brauereien flächendeckend erhältlich?
Die Verfügbarkeit ist begrenzt, da Kirin II in Japan im Rahmen exklusiver Brauerei-/Regierungsverträge angebaut und nicht in exportfähigen Mengen produziert wird. US-Brauer beziehen ihn üblicherweise über spezialisierte Hopfenimporteure, Zulieferer für Craft-Brauereien oder internationale Händler, die importierte Sorten anbieten.
Worauf sollten Brauer beim Kauf von Kirin II-Hopfen achten?
Prüfen Sie den angegebenen Alpha-Säure-Gehalt (oft werden ca. 8 % angegeben, tatsächlich liegen die Werte aber zwischen 6,8 % und 10,3 %), den Gesamtölgehalt, das Erntejahr, die Verpackungsmethode (Vakuum- oder Stickstoffverpackung) und den Nachweis der Kühlkette. Fordern Sie nach Möglichkeit Analysezertifikate an, um die Rezepte präzise anpassen zu können.
Gibt es praktische Brautipps für die Verwendung von Kirin II?
Beachten Sie die Schwankungen des Alpha- und Ölgehalts der Lieferanten und passen Sie die Gewichte an, um einen gleichbleibenden IBU-Wert zu erzielen. Verwenden Sie saubere, esterarme Hefestämme und helle Malze, um den edlen Charakter hervorzuheben. Zur Aromaerhaltung heizen Sie das Bier im Whirlpool unter 77 °C (170 °F) auf oder verwenden Sie zum Kalthopfen frischen Hopfen. Rechnen Sie mit einer etwas schärferen Bitterkeit aufgrund des Co-Humulons; planen Sie eine Reifung (Lagerung oder verlängerte Kaltreifung), um die Bitterkeit abzumildern.
Welche realistischen Alternativen gibt es, wenn Kirin II nicht verfügbar ist?
Saaz ist der edelste Hopfen für Aroma. Um das Dual-Purpose-Profil und den höheren Alpha-Säuregehalt von Kirin II zu erreichen, kombinieren Sie Saaz mit einem kleinen Anteil eines alpha-reichen Bitterhopfens wie Nugget oder Magnum. Auch Liberty oder Tettnang können einen edlen Charakter beisteuern – passen Sie die Dosierung an die Unterschiede im Alpha- und Co-Humulongehalt an.
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