Ein vollständiger Leitfaden für den erfolgreichen Olivenanbau zu Hause
Veröffentlicht: 5. Januar 2026 um 11:35:58 UTC
Olivenbäume verleihen jedem Garten einen Hauch mediterranen Charmes und belohnen gleichzeitig mit selbst angebauten Oliven. Mit ihrem silbrig-grünen Laub und den knorrigen Stämmen sind diese uralten Bäume nicht nur schön, sondern auch erstaunlich anpassungsfähig an den Anbau im Hausgarten.
A Complete Guide to Growing Olives at Home Successfully

Ob Sie einen geräumigen Garten oder nur einen sonnigen Balkon haben, der Anbau von Oliven zu Hause ist ein machbares und lohnendes Projekt für Gärtner aller Erfahrungsstufen.
Geschichte und Vorteile des Olivenanbaus im eigenen Garten
Olivenbäume werden im Mittelmeerraum seit Jahrtausenden kultiviert. Diese widerstandsfähigen Bäume können Jahrhunderte alt werden – einige uralte Exemplare sind über 2000 Jahre alt und tragen noch immer Früchte! Neben ihrer beeindruckenden Langlebigkeit bieten Olivenbäume auch zahlreiche Vorteile für Hobbygärtner:
- Nach der Etablierung trockenheitsresistent und pflegeleicht.
- Immergrünes Laub sorgt das ganze Jahr über für optische Reize.
- Produziert essbare Früchte, die entweder zum Verzehr haltbar gemacht oder zu Öl gepresst werden können.
- Eignet sich gut für die Kultivierung in Töpfen und ist somit ideal für Gärten mit begrenztem Platzangebot.
- Schafft in jeder Gartenlandschaft eine mediterrane Ästhetik
- Von Natur aus schädlingsresistent im Vergleich zu vielen Obstbäumen
Ob Sie nun Oliven ernten möchten oder einfach nur einen attraktiven Zierbaum wünschen, der Anbau von Oliven zu Hause verbindet Sie mit einer alten landwirtschaftlichen Tradition und verschönert gleichzeitig Ihren Garten.
Die besten Olivensorten für den Hausanbau
Die Wahl der richtigen Olivensorte ist entscheidend für den Erfolg beim Olivenanbau im eigenen Garten. Manche Sorten eignen sich besser für die Ölgewinnung, andere ergeben hervorragende Tafeloliven. Berücksichtigen Sie bei der Sortenwahl Ihr Klima, den verfügbaren Platz und Ihre gewünschten Ernteerträge.

| Vielfalt | Optimale Nutzung | Widerstandsfähigkeit | Größe | Besondere Merkmale |
| Arbequina | Öl & Tisch | Zone 8-10 | 12-15 Fuß (kleiner in Containern) | Selbstfruchtbar, früh tragend, hervorragend für Anfänger geeignet |
| Frantoio | Öl | Zone 7-10 | 15-20 Fuß | Winterhart, fruchtiges Öl, schnellwachsend |
| Mission | Öl & Tisch | Zone 8-10 | 15-18 Fuß | Trockenheitstolerant, unverwechselbarer Geschmack |
| Manzanilla | Tisch | Zone 8-10 | 20-30 Fuß | Große Früchte, einfaches Entkernen |
| Leccino | Öl | Zone 8-9 | 25-30 Fuß | Windresistenter, zuverlässiger Produzent |
Anforderungen an Klima und Anbauzone
Olivenbäume gedeihen in mediterranen Klimazonen mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Obwohl sie traditionell mit warmen Regionen in Verbindung gebracht werden, können sich einige Sorten bei richtiger Pflege auch an kühlere Klimazonen anpassen.
Ideale Wachstumsbedingungen
- USDA-Zonen: 7-10 (einige Sorten können mit Schutz in Zone 7 überleben)
- Temperatur: Verträgt Hitze gut; ausgewachsene Bäume können kurzzeitige Temperaturen bis zu 15-20°F überstehen.
- Sonnenlicht: Volle Sonne (mindestens 6-8 Stunden täglich)
- Luftfeuchtigkeit: Bevorzugt trockene Bedingungen; übermäßige Luftfeuchtigkeit kann Krankheiten begünstigen.
Tipp für kaltes Klima: In den Klimazonen 6 und kälter sollten Olivenbäume in Töpfen kultiviert werden, die im Winter ins Haus oder an einen geschützten Ort gestellt werden können. Wählen Sie für beste Ergebnisse winterharte Sorten wie Frantoio oder Arbequina.

Kältestunden und Blüte
Olivenbäume benötigen eine Kälteperiode im Winter unter 10 °C, um zu blühen. Die meisten Sorten brauchen 200–300 Kältestunden für einen optimalen Fruchtansatz. Ohne diese Kälteperiode wachsen die Bäume zwar prächtig, tragen aber keine Früchte – ein wichtiger Aspekt für die Zimmerkultur.
Schritt-für-Schritt-Pflanzanleitung
Ob Sie Olivenbäume im Freiland oder in Töpfen pflanzen, die richtige Pflanztechnik ist entscheidend für deren gesundes Wachstum. Befolgen Sie diese Richtlinien für optimale Ergebnisse beim Olivenanbau zu Hause.
Containerbepflanzung
- Wählen Sie einen Behälter mit einer Breite und Tiefe von mindestens 45-60 cm und Abflusslöchern.
- Verwenden Sie eine gut durchlässige Blumenerde mit Zusatz von Perlit oder Sand.
- Für eine bessere Drainage sollte eine Schicht Kies am Boden ausgelegt werden.
- Positionieren Sie den Baum so, dass die Oberseite des Wurzelballens etwas über der Erdoberfläche liegt.
- Füllen Sie die Erde um die Wurzeln herum auf und drücken Sie sie leicht an, um Lufteinschlüsse zu entfernen.
- Nach dem Einpflanzen gründlich wässern.
- An einem sonnigen, vor starken Winden geschützten Ort platzieren.

Bodenpflanzung
- Wählen Sie einen sonnigen Standort mit guter Drainage.
- Graben Sie ein Loch, das doppelt so breit wie der Wurzelballen, aber nur genauso tief ist.
- Schwere Böden sollten mit Kompost und Sand angereichert werden, um die Drainage zu verbessern.
- Positionieren Sie den Baum in der gleichen Tiefe, in der er sich im Anzuchttopf befand.
- Mit Erde auffüllen und diese um die Wurzeln herum leicht andrücken.
- Schaffen Sie ein Bewässerungsbecken um den Baum herum.
- Gründlich wässern und 5–7,5 cm Mulch auftragen, dabei den Stamm freihalten.
Pflanzabstand: Bei der Pflanzung im Freiland sollten normalgroße Olivenbäume 4,5 bis 6 Meter Abstand haben. Zwergsorten können in einem Abstand von 2,5 bis 3 Metern gepflanzt werden. Bei der Pflanzung in Töpfen ist auf ausreichend Platz für die Luftzirkulation um jeden Baum zu achten.

Anforderungen an die Bodenvorbereitung und Entwässerung
Olivenbäume sind bemerkenswert anpassungsfähig an karge Bodenverhältnisse, benötigen aber unbedingt eine gute Drainage. In ihrem natürlichen Lebensraum im Mittelmeerraum wachsen sie oft auf steinigen, alkalischen Böden mit wenig organischem Material.
Ideale Bodeneigenschaften
- PH-Wert: 5,5-8,5 (leicht sauer bis alkalisch)
- Bodenbeschaffenheit: Gut durchlässiger Lehm oder sandiger Lehm
- Entwässerung: Eine ausgezeichnete Entwässerung ist unerlässlich – Olivenwurzeln vertragen kein stehendes Wasser.
- Fruchtbarkeit: Mäßige Fruchtbarkeit; zu nährstoffreicher Boden kann den Fruchtertrag verringern.

Tipps zur Bodenvorbereitung
Für die Anzucht in Containern verwenden Sie eine Mischung aus:
- 60 % hochwertige Blumenerde
- 20 % Perlit oder Bimsstein
- 20 % grober Sand
- Optional: Bei saurem Boden kann zur Erhöhung des pH-Werts eine kleine Menge Kalk hinzugefügt werden.
Für die Freilandpflanzung in schweren Böden:
- Durch Einarbeiten von Sand und Kompost lässt sich die Drainage verbessern.
- Erwägen Sie, die Pflanzen auf einem leichten Hügel anzubauen, wenn Ihr Boden dazu neigt, Wasser zu speichern.
- Gips hinzufügen, um Lehmböden aufzubrechen
- Testen Sie den pH-Wert des Bodens und korrigieren Sie ihn entsprechend.
Warnung: Staunässe ist die häufigste Todesursache bei Olivenbäumen. Wenn Ihr Boden nach starkem Regen länger als ein paar Stunden Wasser speichert, sollten Sie die Drainage verbessern oder alternativ ein Hochbeet oder einen Topf als Pflanzgefäß in Betracht ziehen.
Bewässerungs- und Düngeplan
Olivenbäume sind nach dem Anwachsen trockenheitstolerant, aber die richtige Bewässerung und Düngung in den ersten Jahren sind entscheidend für die Entwicklung eines starken Wurzelsystems und ein gesundes Wachstum.
Bewässerungsrichtlinien
| Baumalter | Containerbäume | Bodengepflanzte Bäume | Saisonbereinigungen |
| Erstes Jahr | Wöchentlich kontrollieren; gießen, sobald die obersten 5 cm der Erde trocken sind. | Wöchentliches Tiefenwässern (2,5 Gallonen) | Im Sommer häufiger, im Winter seltener. |
| 2-3 Jahre | Alle 7-10 Tage prüfen | Alle 10-14 Tage während der Wachstumsperiode | Während der Ruhephase um 50 % reduzieren |
| Etabliert (seit über 4 Jahren) | Wenn die obersten 3 Zoll des Bodens trocken sind | Monatliche Tiefenbewässerung in Trockenperioden | In Regenzeiten ist möglicherweise kein zusätzliches Wasser erforderlich. |

Düngungsplan
Olivenbäume haben einen mäßigen Düngebedarf. Überdüngung kann zu übermäßigem vegetativen Wachstum auf Kosten der Fruchtproduktion führen.
- Junge Bäume (1-3 Jahre): Im Frühjahr und im Hochsommer einen ausgewogenen Langzeitdünger (z. B. 10-10-10) ausbringen.
- Ausgewachsene Bäume: Eine Gabe eines ausgewogenen Düngers im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb
- Bäume im Container: Während der Wachstumsperiode (März-August) monatlich mit halbkonzentriertem Flüssigdünger düngen.
- Organische Alternativen: Kompost, Wurmhumus oder organischer Olivenbaumdünger eignen sich gut.
Profi-Tipp: Vor und nach dem Düngen immer gründlich wässern, um Wurzelschäden zu vermeiden. Im Spätsommer das Düngen einstellen, damit der Baum vor dem Winter abhärten kann.
Schnitt- und Pflegetechniken
Der richtige Baumschnitt ist unerlässlich für die Gesundheit, Form und den Ertrag Ihrer Olivenbäume. Olivenbäume benötigen zwar keinen starken Rückschnitt, aber regelmäßige Pflege verbessert die Luftzirkulation, den Lichteinfall und den Fruchtansatz.
Wann man beschneidet
- Hauptschnitt: Spätwinter bis Frühling, vor Beginn des neuen Austriebs
- Pflegeschnitt: Während der gesamten Wachstumsperiode Wasserschosse und Wurzelausläufer entfernen.
- Vermeiden Sie: Rückschnitt während der Blüten- oder Fruchtentwicklung.
Grundlegende Schritte zum Beschneiden
- Zuerst abgestorbene, beschädigte oder kranke Äste entfernen.
- Beseitigen Sie sich kreuzende oder aneinander reibende Äste.
- Durch das Ausdünnen dichter Bereiche wird die Luftzirkulation verbessert.
- Entfernen Sie alle Ausläufer, die am Stammfuß des Baumes wachsen.
- Für eine bessere Sonneneinstrahlung sollte die Form des Gefäßes offen oder vasenförmig sein.
- Begrenzen Sie die Höhe, indem Sie gegebenenfalls die höchsten Äste zurückschneiden.

Formgebung junger Bäume
Bei jungen Olivenbäumen sollte der Fokus auf dem Aufbau eines stabilen Gerüsts liegen:
- Wählen Sie 3-5 Hauptgerüstäste aus, die vom Stamm ausgehen.
- Verteilen Sie die Äste gleichmäßig um den Stamm herum.
- Entfernen Sie konkurrierende Leittriebe, um eine einsträngige oder die gewünschte mehrsträngige Form zu erhalten.
- Durch leichten Rückschnitt wird das Wachstum nach außen anstatt nach oben gefördert.
Pflege von Olivenbäumen im Topf: Regelmäßiger Rückschnitt hilft, die Größe von Olivenbäumen im Topf zu kontrollieren. Schneiden Sie häufiger, aber weniger intensiv, um die gewünschte Form und Größe zu erhalten und gleichzeitig genügend Laub für die Photosynthese zu bewahren.
Schädlings- und Krankheitsmanagement
Olivenbäume sind von Natur aus resistent gegen viele Schädlinge und Krankheiten und daher im Vergleich zu anderen Obstbäumen relativ pflegeleicht. Dennoch können sie, insbesondere in feuchten Umgebungen oder unter Stressbedingungen, gewissen Herausforderungen begegnen.
Häufige Schädlinge
| Pest | Schilder | Behandlung |
| Olivenfruchtfliege | Kleine Löcher in den Früchten, vorzeitiger Fruchtfall | Klebefallen, zügig ernten, organische Spinosad-Spritzmittel |
| Schildläuse | Kleine Beulen an Stängeln und Blättern, klebriger Honigtau | Gartenbauöl, Neemöl, Insektizidseife |
| Spinnmilben | Feines Spinnennetz, gepunktete Blätter, bronzefarben | Luftfeuchtigkeit erhöhen, Insektizidseife, Raubmilben |
Häufige Krankheiten
| Krankheit | Symptome | Prävention/Behandlung |
| Olivenknoten | Raue, tumorartige Wucherungen an Ästen | Bei trockenem Wetter zurückschneiden, Werkzeuge sterilisieren, kupferhaltige Fungizide verwenden. |
| Pfauenfleck | Dunkle, kreisförmige Flecken auf den Blättern | Luftzirkulation verbessern, Kupferfungizid im Herbst und Frühjahr anwenden |
| Wurzelfäule | Vergilbende Blätter, Welken, Wachstumsstörungen | Verbessern Sie die Drainage, vermeiden Sie Staunässe, Fungizide sind selten wirksam |

Präventive Maßnahmen
- Sorgen Sie durch ausreichenden Abstand und fachgerechten Rückschnitt für eine gute Luftzirkulation.
- Vermeiden Sie das Gießen von oben, damit das Laub trocken bleibt.
- Entfernen Sie Fallobst und Laub umgehend.
- Sorgen Sie für eine ordnungsgemäße Drainage, um Wurzelprobleme zu vermeiden.
- Die Vitalität des Baumes kann durch richtige Bewässerung und Düngung erhalten werden.
Wichtig: Vor der Behandlung muss immer der jeweilige Schädling oder die Krankheit identifiziert werden. Viele Probleme lassen sich mit biologischen Methoden lösen, wodurch Nützlinge geschont und unnötiger Chemikalieneinsatz vermieden wird.
Erntezeitplan und Methoden
Die Olivenernte zum richtigen Zeitpunkt ist entscheidend für die Geschmacksentwicklung und die erfolgreiche Verarbeitung. Die Erntezeit liegt in der Regel im Spätherbst bis Frühwinter, abhängig vom Klima und der Olivensorte.

Erntezeitpunkt
- Grüne Oliven: Ernten Sie sie, wenn sie ihre volle Größe erreicht haben, aber noch fest und grün sind (September-Oktober).
- Schwarze Oliven: Ernten Sie sie, wenn sie vollreif und schwarz sind (November-Januar).
- Ölgewinnung: Ernten Sie die Oliven, wenn sie sich von Grün zu Violett verfärben (höherer Ölgehalt).
Erntemethoden
- Handverlesen: Am besten für Tafeloliven geeignet, um Druckstellen zu vermeiden.
- Rechen: Die Zweige vorsichtig mit einem Rechen zusammenrechen, um die reifen Früchte auf die darunter liegenden Planen zu lösen.
- Abklopfen: Mit einem Stock gegen die Zweige klopfen, um reife Früchte abzulösen (zur Ölgewinnung).
Erntetipp: Frische Oliven sind direkt vom Baum extrem bitter und ungenießbar. Sie müssen vor dem Verzehr verarbeitet werden. Für beste Qualität erntet man sie am besten morgens, wenn die Temperaturen noch kühler sind.
Erwartete Erträge
Der Ertrag variiert stark je nach Alter, Größe und Wachstumsbedingungen des Baumes:
- Junge Bäume (3-5 Jahre): 5-10 Pfund Früchte
- Ausgewachsene Containerbäume: 10-20 Pfund pro Jahr
- Ausgewachsene, im Freiland gepflanzte Bäume: 35–100+ Pfund jährlich
Hinweis: Viele Olivensorten sind alternierend, d. h. sie tragen in einem Jahr reichlich Früchte, gefolgt von einer geringeren Ernte im nächsten Jahr. Durch richtigen Schnitt und Ausdünnen lässt sich der Ertrag ausgleichen.
Verarbeitung von Oliven zum Verzehr
Frische Oliven enthalten Oleuropein, einen Bitterstoff, der sie direkt vom Baum ungenießbar macht. Durch die Verarbeitung wird diese Bitterkeit entfernt und die Oliven werden haltbar gemacht. Hier sind einige Methoden zum Einlegen von Oliven zu Hause.

Grundlegende Aushärtungsmethoden
Wasserhärtung
Ideal für: Anfänger, schnellere Ergebnisse
- Schneiden oder knacken Sie jede Olive ein.
- In frischem Wasser einweichen, das täglich gewechselt wird.
- Fahren Sie 7-10 Tage lang fort, bis die Bitterkeit nachlässt.
- In die fertige Lake überführen
Salzlaken-Pökeln
Ideal für: Traditionellen Geschmack, ganze Oliven
- Salzlake zubereiten (1 Tasse Salz pro Gallone Wasser)
- Oliven vollständig bedecken
- 4-6 Wochen fermentieren lassen, regelmäßig kontrollieren.
- In die fertige Lake mit den Aromen überführen.
Trockensalzen
Ideal für: Runzelige, hocharomatische Oliven
- Oliven mit grobem Salz schichten
- Täglich schütteln, um das Salz neu zu verteilen
- Fahren Sie 4-6 Wochen lang fort, bis die Pflanze geschrumpft ist.
- Abspülen und in Olivenöl mit Kräutern aufbewahren.
Oliven fertigstellen
Nach dem ersten Reifeprozess den Geschmack durch eine abschließende Salzlake verfeinern:
- Grundlösung: 1/4 Tasse Salz in 4 Tassen Wasser auflösen
- Mit folgenden Aromen verfeinern: Lorbeerblätter, Knoblauch, Zitrone, Oregano, Chili, Essig
- In sterilisierten Gläsern aufbewahren, dabei die Oliven vollständig mit Flüssigkeit bedecken.
- Im Kühlschrank bis zu 6 Monate haltbar.
Sicherheitshinweis: Selbst eingelegte Oliven sind nicht lange haltbar, sofern sie nicht ordnungsgemäß fermentiert oder angesäuert werden. Bewahren Sie die fertigen Oliven stets im Kühlschrank auf und achten Sie auf Anzeichen von Verderb.
Häufige Herausforderungen und Fehlerbehebung
Auch erfahrene Gärtner stoßen beim Olivenanbau zu Hause auf Herausforderungen. Hier finden Sie Lösungen für häufige Probleme.
Mein Olivenbaum trägt keine Früchte.
Mehrere Faktoren können die Fruchtbildung beeinflussen:
- Baumalter: Die meisten Bäume benötigen 3-5 Jahre, bis sie Früchte tragen.
- Unzureichende Kältestunden: Bäume benötigen Wintertemperaturen unter 10 °C.
- Mangelnde Bestäubung: Einige Sorten benötigen Fremdbestäubung.
- Überdüngung: Zu viel Stickstoff fördert das Blattwachstum gegenüber dem Fruchtwachstum.
- Unsachgemäßer Rückschnitt: Zu viel einjähriges Holz entfernen
Lösung: Für ausreichende Kühlung im Winter sorgen, die Anpflanzung einer bestäuberfreundlichen Sorte erwägen, die Stickstoffdüngung reduzieren und die Schnittpraktiken anpassen.
Vergilbende oder abfallende Blätter
Blattprobleme deuten oft auf Bewässerungsprobleme hin:
- Überwässerung: Gelbe Blätter, durchnässter Boden
- Unterwässerung: Knackige, trockene Blätter, die abfallen
- Nährstoffmangel: Vergilbung zwischen den Blattadern
- Schädlingsbefall: Blattunterseiten überprüfen
Lösung: Bewässerungsplan anpassen, Drainage verbessern, geeigneten Dünger ausbringen oder gegebenenfalls Schädlinge bekämpfen.
Winterschäden in kalten Klimazonen
Kälteschäden äußern sich wie folgt:
- Geschwärzte Blattspitzen oder ganze Blätter
- Gespaltene Rinde an den Ästen
- Absterben jüngerer Zweige
Lösung: Containerbäume sollten bei Temperaturen unter -4 °C ins Haus oder an einen geschützten Ort gebracht werden. Bei im Freiland gepflanzten Bäumen sollte der Stamm mit Jute umwickelt, der Bereich um den Stammfuß mit Mulch bedeckt und ein Windschutz angebracht werden. Beschädigte Stellen können im Frühjahr nach den letzten Frösten zurückgeschnitten werden.
Schlechtes Wachstum oder verkümmertes Aussehen
Wachstumsstörungen können folgendes bedeuten:
- Unzureichendes Sonnenlicht: Bäume benötigen mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung.
- Root-Bindung: Container zu klein für das Root-System
- Schlechte Bodenverhältnisse: Verdichteter oder nährstoffarmer Boden
- Schädlings- oder Krankheitsbefall: Auf Anzeichen eines Befalls achten.
Lösung: An einen sonnigeren Standort versetzen, in einen größeren Topf umtopfen, die Erde mit Kompost anreichern oder gezielt gegen Schädlinge/Krankheiten behandeln.

Voraussichtlicher Zeitplan von der Aussaat bis zur ersten Ernte
Der Anbau von Oliven im eigenen Garten erfordert Geduld, doch die Belohnung der ersten Ernte entschädigt für das Warten. Kenntnisse über den typischen Zeitablauf helfen, realistische Erwartungen zu entwickeln.
| Zeitleiste | Entwicklungsphase | Was Sie erwartet | Pflegeschwerpunkt |
| Jahr 1 | Gründung | Minimales neues Wachstum, da der Baum erst Wurzeln schlägt. | Regelmäßiges Gießen, Schutz vor extremen Witterungseinflüssen |
| Jahrgänge 2-3 | Vegetatives Wachstum | Vermehrtes Laub, Astentwicklung | Formativer Rückschnitt, ausgewogene Düngung |
| Jahrgänge 3-5 | Erste Blüte/Fruchtbildung | Erste Blüten und kleine Früchte (können abfallen) | Bestäubung, regelmäßige Bewässerung während der Fruchtentwicklung |
| Jahrgänge 5-7 | Erste bedeutende Ernte | Steigerung der Obstproduktion | Erhaltungsschnitt, Erntetechniken |
| Ab 7 Jahren | Reife | Volle Produktionskapazität | Kontinuierliche Wartung, Verwaltung von Wechsellagern |
Beschleunigung des Anbauprozesses: Verwenden Sie größere, 2-3 Jahre alte Bäume aus einer renommierten Baumschule anstelle von Sämlingen. Wählen Sie selbstfruchtbare, frühtragende Sorten wie Arbequina für schnellere Ergebnisse. Optimale Wachstumsbedingungen können die Zeit bis zur ersten Ernte ebenfalls verkürzen.

Fazit: Genießen Sie Ihre heimische Olivenernte
Der Anbau von Oliven im eigenen Garten verbindet Sie mit einer alten landwirtschaftlichen Tradition und beschert Ihnen gleichzeitig wunderschöne Bäume und köstliche Ernten. Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld können Ihre Olivenbäume über Jahrzehnte hinweg zum Mittelpunkt Ihres Gartens und Ihrer Küche werden.
Bedenken Sie, dass Olivenbäume mit dem Alter an Schönheit gewinnen – ihre knorrigen Stämme und das silbrige Laub entwickeln mit der Zeit einen immer charakteristischeren Charakter, und der Ertrag steigt in der Regel über viele Jahre. Ob Sie Olivenbäume nun zu Zierzwecken, zur Tafelernte oder zur Herstellung Ihres eigenen Olivenöls in kleinen Mengen anbauen, diese robusten Bäume bieten Hobbygärtnern vielfältige Vorteile.

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