Hopfen beim Bierbrauen: Backa
Veröffentlicht: 5. Februar 2026 um 12:40:28 UTC
Backa, eine Hopfensorte aus der serbischen Region Bačka, zählt zu den europäischen Aromahopfen und ist für seine edlen Eigenschaften bekannt. Hobbybrauer und Liebhaber von Craft-Bier schätzen ihn wegen seines feinen Aromas und seines traditionellen Geschmacksprofils.
Hops in Beer Brewing: Backa

Historisch gesehen weisen Backa-Hopfen niedrige bis mittlere Alpha-Säuren auf, typischerweise zwischen 3 und 5 % in älteren Proben. Neuere Analysen ergaben mitunter Werte um 2,1 % oder unter 3 %.
Die chemische Zusammensetzung des Aromahopfens Backa wird von Myrcen (ca. 50 %), Humulen (ca. 24 %) und Caryophyllen (ca. 12 %) dominiert, mit Spuren von Farnesen. Aufgrund dieser Verbindungen eignet er sich eher als dezenter europäischer Aromahopfen denn als Bitterhopfen.
Dieser Leitfaden befasst sich eingehend mit der Botanik, dem Wachstumsverhalten und dem vollständigen chemischen Profil des Bačka-Hopfens. Er untersucht außerdem dessen Geschmack und Aroma im Bier, empfiehlt weitere Zusätze, gibt praktische Rezepte und zeigt verschiedene Produktformen auf. Darüber hinaus werden optimale Lagerungsmethoden, Mischvorschläge, sensorische Qualitätskontrollen, der historische Züchtungskontext und die Marktverfügbarkeit behandelt. Zu den Quellen gehören Sortenaufzeichnungen der Oregon State University/USDA, agronomische Berichte zu Bačka-Landrassen sowie veröffentlichte Hopfenfachbücher wie der „John I. Haas Hops Companion“ und regionale Züchtungsliteratur von Jan, Wagner und Alfred Haunold.
Wichtigste Erkenntnisse
- Backa ist ein serbischer Aromahopfen aus der Bačka-Region, der für seinen edlen Charakter bekannt ist.
- Im Jahr 1956 in die Sammlung des US-Landwirtschaftsministeriums und des Bundesstaates Oregon aufgenommen; nützlich für historische Referenzzwecke.
- Der Anteil an Alpha-Säuren ist niedrig bis mäßig, historisch gesehen oft 3–5 % und in neueren Proben manchmal ~2 %.
- Ätherische Öle enthalten vorwiegend Myrcen, Humulen und Caryophyllen – ideal für die Aromaanwendung.
- Dieses Backa-Hopfenprofil eignet sich für Lagerbiere im europäischen Stil und subtile Craft-Ale-Anwendungen.
Überblick über Backa-Hopfen als europäische Aromasorte
Die Wurzeln des Backa-Hopfens liegen in der Bačka-Region Serbiens. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er Mitte des 20. Jahrhunderts und ist seit 1956 in den Aufzeichnungen der Oregon State University verzeichnet. Aufgrund dieser Geschichte zählt er zu den serbischen Hopfensorten, die für ihr einzigartiges Aroma bekannt sind.
Backa wird als europäischer Aromahopfen vermarktet. Er ist bekannt für seine subtilen, blumigen Noten und eignet sich daher ideal für Pilsner, Lagerbiere und helle Ales. Aufgrund seines moderaten Säuregehalts wird er primär zur Aromaverstärkung und nicht zur Bitterkeitssteigerung eingesetzt.
Der Alpha-Säuregehalt von Backa lag historisch gesehen bei etwa 3–5 %. Neuere Daten zeigen jedoch einen Rückgang: Bei einigen Ernten liegt er unter 3 %, bei anderen im Durchschnitt bei etwa 2,1 %. Dadurch eignet sich Backa besser für Rezepte, bei denen das Aroma und nicht die Bitterkeit im Vordergrund steht.
In Rezepten wird häufig empfohlen, Backa-Hopfen gegen Ende des Brauprozesses, im Whirlpool oder beim Kalthopfen hinzuzufügen. Es wird empfohlen, 20–30 % der Hopfenmenge mit Backa zu verwenden. Dadurch wird sichergestellt, dass seine europäischen Aromanoten Malz und Hefe ergänzen, ohne sie zu überdecken.
- Botanischer Ursprung: Bačka-Landrasse, serbisches Hopfenerbe.
- Positionierung: Europäischer Aromahopfen mit edlen Hopfencharakteristika.
- Trend bei Alpha-Säure: historisch 3–5 %, aktuelle Berichte liegen bei etwa 2,1 % oder darunter.
- Verwendung: Aromazusätze anstelle von primärer Bitterung.
Botanische Merkmale und Wachstumsverhalten
Die Rebsorte Bačka stammt ursprünglich aus der nordserbischen Bačka-Landrasse. Es handelt sich um eine weibliche Zapfensorte, die traditionell zum Brauen verwendet wird. Feldbeschreibungen heben ihren rustikalen Ursprung hervor; eine moderne Abstammung fehlt. Daher sind detaillierte genetische Karten selten.
In Feldversuchen zeigte die Sorte Backa einen mäßig hohen Hopfenertrag. Werte um 2.017 kg/ha (ca. 1.800 lb/acre) spiegeln ihre gute Feldleistung im lokalen Klima wider. Dies macht den Anbau von Backa attraktiv für kleinere Betriebe, die sich an die saisonalen Gegebenheiten der Region anpassen.
Versuche außerhalb des Balkans zeigen Einschränkungen auf. Feldversuche in Oregon deuten auf eine mittelfrühe Reife und eine deutliche Anfälligkeit für Falschen Mehltau hin. Landwirte in feuchteren oder kühleren Regionen müssen den Krankheitsdruck genau überwachen. Sie sollten außerdem mit einem anderen Reifezeitpunkt als in Serbien rechnen.
Aus agronomischer Sicht gedeiht Backa unter natürlichen Bedingungen. Aufgrund des relativ niedrigen Alpha-Werts gilt sie nicht als vielversprechende kommerzielle Züchtungssorte. Die Bewirtschaftung sollte sich auf die Belüftung des Blätterdachs, regelmäßige Kontrollen und den Einsatz von Fungiziden zur Bekämpfung der Anfälligkeit für Falschen Mehltau konzentrieren.
Die praktischen Konsequenzen für Anbauer liegen auf der Hand. Wer Backa außerhalb seines natürlichen Verbreitungsgebiets anbauen möchte, sollte mit Versuchsflächen beginnen. Dabei sollte der Hopfenertrag von Backa mit dem lokaler Sorten verglichen, die Reifezeitpunkte erfasst und Spalier und Schnittmaßnahmen angepasst werden, um die Luftfeuchtigkeit um die Dolden zu reduzieren.
- Herkunft: Landrasse Bačka, Serbien
- Ertrag: mäßig hoch auf natürlichen Flächen (≈2.017 kg/ha)
- Krankheit: In Versuchen mit nicht heimischen Pflanzen wurde eine Anfälligkeit für Falschen Mehltau festgestellt.
- Zuchtstatus: begrenzte genetische Abstammung; kein Ziel mit hohem Alpha-Wert
- Schwerpunkt Agronomie: Belüftung, Scouting und Reifeüberwachung
Chemisches Profil: Alpha-Säuren, Beta-Säuren und ätherische Öle
Die chemische Zusammensetzung von Backa deutet auf ein geringes Bitterkeitspotenzial hin, ergänzt durch eine reichhaltige Mischung aromatischer Öle. Historische Daten weisen auf einen Gehalt an Alpha-Säuren von 3–5 % hin. Kommerzielle Analysen berichten jedoch typischerweise von Werten um 2 %, wobei einige Studien einen Mittelwert von 2,1 % und gelegentliche Spitzenwerte von bis zu 4,8 % nahelegen.
Der Beta-Säuregehalt von Backa liegt im Allgemeinen bei etwa 3,0 %. Dieser moderate Beta-Säuregehalt gewährleistet Stabilität und verhindert, dass die Bitterkeit mit zunehmendem Alter des Hopfens zu stark wird. Brauer können Backa als milden Bitterhopfen verwenden und sich dabei auf seine aromatischen Öle verlassen.
Das Wesen von Backa liegt in seinen ätherischen Ölen. Studien und Sortenanalysen zeigen, dass das Hopfenöl hauptsächlich aus Myrcen, Humulen und Caryophyllen besteht. Das typische Verhältnis beträgt etwa 50 % Myrcen, 24 % Humulen und 12 % Caryophyllen, wobei Farnesen subtile grün-blättrige oder zitrusartige Noten beisteuert.
Die sensorische Wirkung der Mischung aus Myrcen, Humulen und Caryophyllen ist für die Braueigenschaften von Backa entscheidend. Myrcen steuert krautige, harzige und grüne Aromen bei. Humulen verleiht dem Bier kiefernartige und holzige Noten. Caryophyllen bringt würzige, holzige und nelkenartige Aromen ein. Farnesen, das in geringen Mengen vorhanden ist, verstärkt die Frische und verleiht dem Bier ein leichtes Zitrusaroma.
- Alpha-Säuren: niedrig, oft ~2% – geeignet für späte Zugaben zur Erzeugung einer subtilen Bitterkeit.
- Beta-Säuren: ca. 3,0 % – beeinflussen die Reifung und die durch Oxidation entstehenden Aromen.
- Zusammensetzung des Hopfenöls: dominiert von Myrcen, Humulen und Caryophyllen mit Spuren von Farnesen.
Das Verständnis des chemischen Profils der Backa-Hefe hilft Brauern bei der Planung ihrer Zugaben und der Kombination mit anderen Biersorten. Durch den Einsatz ölbetonter Techniken – wie spätes Hopfen im Kessel, Whirlpool-Hopfen und Kalthopfen – kommt das von Myrcen, Humulen und Caryophyllen geprägte Aroma der Backa-Öle optimal zur Geltung. Dieser Ansatz minimiert die Bitterkeit der Alpha-Säuren.
Geschmacks- und Aromaprofil im Bier
Das Geschmacksprofil von Backa zeichnet sich durch europäische Zurückhaltung aus, im Gegensatz zum kräftigen, fruchtigen Charakter amerikanischer Hopfensorten. Es bietet krautige, grüne Noten, die an frisch geschnittenes Gras oder blättrige Aromen erinnern. Diese stammen von einem hohen Myrcengehalt.
Humulen verleiht dem Bier harzige und holzige Noten und sorgt für ein stabiles Grundgerüst. Dies ist besonders vorteilhaft bei Lager- und Pilsbieren. Caryophyllen steuert eine süßlich-holzige Note mit dezenten Gewürz- und Nelkenanklängen bei, insbesondere bei Zugaben im späten Braukessel oder Whirlpool.
Spuren von Farnesen verleihen dem Bier subtile grüne oder zitrusartige Noten und sorgen so für Ausgewogenheit. Brauer, die einen raffinierten Eindruck von edlem Hopfen erzielen möchten, setzen auf diese vielschichtigen Aromen. Ihr Ziel ist ein elegantes Geschmacksprofil.
Das Aroma von Backa-Hopfen im Bier wird durch Dosierung, Zeitpunkt der Zugabe und Hopfenart beeinflusst. Aufgrund seines niedrigen Alpha-Säuregehalts eignet er sich besonders gut zur Aromagebung, weniger zur Bitterung. Um die feinen, edlen Hopfenaromen hervorzuheben, empfiehlt sich die späte Zugabe, Whirlpool-Hopfen oder leichtes Kalthopfen.
In Kombination mit Saazer oder Hallertau harmoniert das würzig-kräuterige Backa-Aroma hervorragend und ergibt ein rundes, traditionell europäisches Aroma. Diese Mischung ist dezent und raffiniert. Sie eignet sich perfekt für Biere, bei denen Subtilität und Bekömmlichkeit im Vordergrund stehen.

Typische Brauverwendungen und -zusätze für Backa-Hopfen
Backa ist für sein aromatisches Aroma bekannt. Brauer geben es erst spät im Kochprozess hinzu, um die feinen Öle zu bewahren. Dank dieser Methode, die 10–5 Minuten vor dem Kochen erfolgt, entsteht ein subtiles Aroma ohne nennenswerte Bitterkeit.
Die Zugabe im Whirlpool ist eine weitere beliebte Methode zur Herstellung von Backa. Dabei wird die Würze bei 70–80 °C im Whirlpool gelassen. So werden flüchtige Öle extrahiert und gleichzeitig harsche pflanzliche Noten minimiert. Für diese Methode werden kurze Kontaktzeiten von 15–30 Minuten empfohlen.
Bei der Kalthopfung mit Backa-Hopfen ist die richtige Vorbereitung entscheidend. Durch das Kalthopfen werden die blumigen und fruchtigen Noten des Bieres verstärkt. Die Dauer des Kalthopfens, die zwischen 3 und 7 Tagen liegt, hängt von der Bierstärke und der Temperatur ab.
- Zugabe gegen Ende des Kochvorgangs: 10–5 Minuten für die Aromazugabe und eine leichte Geschmacksverstärkung.
- Whirlpool/Einweichen: Backa 15–30 Minuten bei mäßiger Temperatur im Whirlpool ziehen lassen, um die ätherischen Öle zu gewinnen.
- Kalthopfung: Backa wird auf der kalten Seite kaltgehopft, um das Aroma zu maximieren, ohne dabei unangenehme Bestandteile zu extrahieren.
In Hopfenmischungen macht Backa typischerweise etwa 25 % der Hopfenmenge aus. Diese Aufteilung gewährleistet eine eigenständige Aromakomponente. Sie ermöglicht zudem die Verwendung von Hopfen mit höherem Alpha-Säuregehalt für die Bitterung und von komplementären Aromasorten wie Saazer oder Hallertauer.
Backa sollte nicht als primärer Bitterhopfen verwendet werden. Sein niedriger Alpha-Säuregehalt begrenzt die Bittereinheiten (IBU), es sei denn, er wird in großen Mengen eingesetzt. Bei frühzeitiger Zugabe von Backa während des Kochens ist nur eine geringe Bitterkeit zu erwarten.
- Für ein Pilsner oder Lager: kurzes spätes Kochen und mäßiges Aufschäumen im Whirlpool Backa, dann leichtes Kalthopfen für eine blumige Kopfnote.
- Für Pale Ales: Backa mit zitrusartigen Hopfen in einer Menge von 20–30 % der Aromamischung kombinieren und mit einem Kalthopfen abschließen.
- Für Spezialbiere: Verwenden Sie Whirlpool Backa, um subtile Gewürz- und Blütennoten hinzuzufügen, ohne die Bitterkeit zu erhöhen.
Rezeptmetadaten und Brauanleitungen liefern Richtlinien für die richtige Dosierung und Kontaktzeit, um ein optimales Aroma zu erzielen. Praktische Versuche in Ihrem System helfen Ihnen, die Mengen und Zeitpläne an Ihre Würzegröße und das Profil Ihres Gärbehälters anzupassen.
Empfohlene Bierstile und passende Kombinationen mit Backa-Hopfen
Backa eignet sich hervorragend für traditionelle europäische Lagerbiere, bei denen Subtilität und Ausgewogenheit im Vordergrund stehen. Es ist perfekt für Pilsner und Lagerbier, hebt die blumigen Kopfnoten hervor und verleiht ihnen eine sanfte Kräuternote.
Backa eignet sich für Helles, Kölsch, Wiener Lager und klassische deutsche Lagerbiere. Diese Bierstile profitieren von seiner geringen bis mittleren Bitterkeit und der späten Hopfengabe. Dadurch kommt der edle Hopfencharakter besonders gut zur Geltung.
Backa verleiht belgischen Ales Würze und subtile Holznoten. In Kombination mit Saisons oder Farmhouse Ales sorgt es für eine feine Kiefern-Kräuter-Note. Diese ergänzt die hefigen Ester, ohne sie zu überdecken.
- Klassische Kombinationen: Pilsner Backa mit Saazer Zurückhaltung für einen knackigen Abgang.
- Hybrid-Ansatz: Lagerbier Backa wird mit modernen Zitrushopfen gemischt, um tropische Noten abzumildern.
- Ales: Backa eignet sich für Session Ales, bei denen eine geringe Bitterkeit und aromatische Tiefe erwünscht sind.
Die Wahl der Hefe hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Charakter des Bieres. Reine Lagerhefen heben die edlen Hopfenaromen hervor. Neutrale Ale-Hefen, wie Kölsch- oder American-Ale-Stämme, betonen hingegen Kräuter- und Blütennoten.
Belgische Hefestämme verleihen dem belgischen Ale Backa mehr Tiefe und betonen würzige Ester. Diese ergänzen die vom Hopfen stammenden Holz- und Nelkennoten. Für moderne Craft-Biere ergibt die Mischung von Backa mit klassischen Aromen ausgewogene, nuancenreiche Biere.

Dosierungsrichtlinien und praktische Rezeptbeispiele
Bei der Planung der Hopfengabe sollte Backa als aromabetonte Sorte betrachtet werden. In Mischrezepten wird üblicherweise etwa 25 % der gesamten Hopfengabe mit Backa erzielt. Bei Versuchen mit nur einer Hopfensorte können die Backa-Anteile stark variieren, mit einem Medianwert um 12,1 % und Extremwerten von bis zu 94,7 % in einigen Datensätzen.
Bei Suden von 5–20 Gallonen sollten Sie für späte oder trockene Hopfengaben sparsame Mengen verwenden. Als Faustregel gilt: 0,5–1,5 Unzen pro 5 Gallonen für späte Kessel-, Whirlpool- oder Kalthopfung. Wenn Sie Backa mit kräftigeren Sorten kombinieren, müssen Sie die Menge möglicherweise reduzieren.
Backa hat einen niedrigen Gehalt an Alpha-Säuren und eignet sich daher nur in großen Mengen zum Bitterbrauen. Um messbare Bittereinheiten (IBU) zu erzielen, muss die Backa-Menge entsprechend erhöht werden. Berücksichtigen Sie außerdem die Alpha-Säurenwerte der gesamten Maische und der ersten Würzezugabe.
- Pilsner-Grundrezept: Zuerst mit Saazer oder Magnum-Hopfen bitter würzen, dann im späten Sudkessel oder Whirlpool 25 % Backa-Hopfen hinzufügen, um edle Kräuternoten zu erzielen. Für mehr Frische kann man eine leichte Kalthopfung in Betracht ziehen.
- Saison-Grundlage: Die Bitterkeit wird mit Steirischem Golding oder Saazer Bier aufgebaut, und im Whirlpool werden 25 % Backa hinzugefügt, um grüne, pfeffrige Akzente und subtile Komplexität zu erzielen.
- Single-Hop-Versuch: Zugabe von Konzentrat im späten Whirlpool und Kalthopfung, um das Backa-Aroma hervorzuheben. Erwarten Sie einen zurückhaltenden, edlen Charakter anstelle von kräftigen tropischen oder Zitrusnoten.
Backa empfiehlt, die Hopfengabe im späten Kochkessel, im Whirlpool und beim Kalthopfen zu priorisieren. Die Bitterung sollte nur kurz zu Beginn des Kochens erfolgen, es sei denn, man verwendet deutlich größere Hopfenmengen. Für gleichbleibende Ergebnisse sollte die Hopfengabe in drei Schritten erfolgen: späte Kochzeit, Whirlpool und eine kleine Kalthopfung, um die flüchtigen Öle zu schützen.
Wenn Sie sich fragen, wie viel Backa-Hopfen Sie für ein optimales Aroma verwenden sollten, beginnen Sie mit der mittleren Menge im praktischen Bereich und passen Sie die Dosierung je nach Brauvorgang an. Dokumentieren Sie die Backa-Dosierung pro Gallone und die Anpassungen im Rezept, um Intensität und Aroma bei jedem Brauvorgang feinabstimmen zu können.
Hopfenformen und Produktauswahl für Backa (Daunen, Pellets, Extrakte)
Brauer stehen vor der Wahl zwischen Backa-Hopfendolden und -Pellets und müssen Frische und Praktikabilität gegeneinander abwägen. Ganze Hopfendolden bieten ein frisches Aroma, ideal für kleine Mengen, bei denen es auf Subtilität ankommt. Allerdings sind Dolden sperriger, weniger ergiebig und erfordern eine sorgfältige Lagerung, um die flüchtigen Öle zu erhalten.
Für die meisten Anwender sind T-90 T-45 Backa Pellets die bevorzugte Wahl für den regelmäßigen Gebrauch. Diese Pellets sind dichter, lassen sich leichter dosieren und sind länger haltbar als ganze Braukegel. Sie liefern gleichbleibende Ergebnisse bei Maische- und Braukesselzugaben und vereinfachen so die Lagerhaltung beim Serienbrauen.
Backa-Pellets mit der Kennzeichnung T-90 sind der Standard. T-45- oder Lupulin-angereicherte Pellets sind aufgrund des geringen Alpha-Säure-Gehalts bei Backa selten. Spezialisierte Verarbeiter könnten jedoch angereicherte Varianten entwickeln, falls die Nachfrage steigt. Für Brauer, die Wert auf ein gleichbleibendes Aroma bei minimalem Abfall legen, lohnt es sich, die Backa-Varianten T-90 und T-45 genauer anzusehen.
Backa-Extrakt spielt eine untergeordnete Rolle. Extrakte konzentrieren Alpha-Säuren für die Bitterung, doch der niedrige Alpha-Säure-Gehalt der Backa-Horste macht reine Extrakte selten. Dennoch können ätherische Hopfenöle oder gemischte Backa-Extraktprodukte das Ölprofil der Sorte für ein Aroma in der späten Gärung oder nach der Gärung einfangen. Diese Produkte ermöglichen es Brauern, den Backa-Charakter ohne große Mengen hinzuzufügen.
- Backa-Zigarre im Ganzen: ideal für kleine Chargen und Testläufe, bietet ein haptisches und aromatisches Erlebnis, hat aber eine kurze Haltbarkeit.
- Backa Pellets (T-90): die praktische Wahl für die meisten Brauer, da sie Stabilität, Gleichmäßigkeit und einfache Lagerung bieten.
- Backa-Extrakt und Ölmischungen: speziell für die Aromaveredelung oder wenn nur ein minimaler pflanzlicher Anteil gewünscht ist.
Wählen Sie die Hopfensorten anhand Ihrer Rezeptziele, des Produktionsumfangs und der Lagerkapazität. Für aromabetonte Ales verwenden Sie zunächst Hopfendolden für Testchargen und wechseln Sie dann für die Produktion zu T-90-Pellets. Benötigen Sie konzentriertes Aroma bei geringem Feststoffgehalt, empfiehlt sich ein Backa-Extrakt oder eine Hopfenölmischung zur Anwendung nach der Gärung.

Lagerung, Frische und Ölerhaltung für bestes Aroma
Das Aroma von Backa-Hopfen ist auf seine feinen Hopfenöle wie Myrcen, Humulen und Caryophyllen zurückzuführen. Diese Öle gehen bei Kontakt mit Sauerstoff und Wärme schnell verloren. Daher ist die richtige Lagerung entscheidend für den Erhalt von Geschmack und Frische des Hopfens.
Um das Aroma zu erhalten, befolgen Sie einige einfache Schritte. Verwenden Sie Vakuumbeutel oder mit Stickstoff gespülte Beutel, um den Sauerstoffkontakt zu minimieren. Lagern Sie den versiegelten Hopfen in einem separaten Hopfengefrierschrank bei -18 °C oder kälter. Dadurch werden Ölverlust und Enzymaktivität verlangsamt.
Pellets sind in der Regel länger haltbar als ganze Zapfen, da ihre Oberfläche weniger Sauerstoff ausgesetzt ist. Allerdings profitieren alle Darreichungsformen von einer Vakuumverpackung vor dem Einfrieren. Dadurch wird die Haltbarkeit maximiert und die Öle bleiben erhalten.
Hopfen sollte möglichst kühl verarbeitet werden. Er sollte zügig abgewogen und dosiert werden, nicht benötigte Portionen sollten umgehend wieder eingefroren werden. Kalte Hopfengaben wie Whirlpool- oder Kalthopfung tragen dazu bei, flüchtige Aromen im Bier besser zu erhalten.
- Minimieren Sie die Licht- und Wärmeeinwirkung bei jedem Arbeitsschritt.
- Beim Umfüllen oder Abmessen sollte möglichst wenig Luft in den Verpackungen sein.
- Bei saisonalen Angebotsschwankungen können Hopfenölprodukte für ein gleichbleibendes Aroma sorgen.
Kleine Gewohnheiten können die Konservierung der Hopfenöle und den Erhalt des charakteristischen Backa-Aromas deutlich verbessern. Die regelmäßige Kontrolle von Verpackung und Temperatur gewährleistet, dass die Frische des Hopfens – im Gärbehälter – optimal erhalten bleibt.
Backa mit anderen Hopfensorten mischen
Backa-Mischungen sind dann wirkungsvoll, wenn sie ein ausgewogenes Hopfenprofil aufweisen. Verwenden Sie Backa als unterstützende Aromahopfensorte, die 20–30 % der Aromamischung ausmacht. Dies verleiht dem Bier einen kräuterigen, edlen Charakter, während andere Sorten für Frische sorgen.
Für ein zurückhaltendes, traditionelles Geschmacksprofil kombinieren Sie Backa mit Saaz, Tettnang, Hallertau oder Steirischem Golding. Diese edlen Hopfenmischungen bewahren eine feine Kräuter- und Kiefernnote und sorgen für eine milde Bitterkeit.
Um dem Bier mehr Tiefe zu verleihen, probieren Sie Backa-Hopfen in Kombination mit englischem Fuggle oder East Kent Goldings. Kleine Mengen dieser Hopfensorten bringen Würze und erdige Noten ein, die einen schönen Kontrast zum kräuterigen Charakter des Backa-Hopfens bilden.
Backa-Hopfen eignet sich gut in Kombination mit zitrusbetonten Sorten in geringen Anteilen, um dem Bier Frische zu verleihen, ohne es an Struktur zu verlieren. Eine dezente Zitrusnote kann für zusätzliche Lebendigkeit sorgen. Backa mildert scharfe Kopfnoten.
- Strategie: Backa sollte 20–30 % der Aromakosten ausmachen, um ein ausgewogenes Verhältnis zu gewährleisten.
- Zeitpunkt: Backa erst spät im Whirlpool oder beim Kalthopfen hinzufügen, um die empfindlichen Öle zu schützen.
- Rezeptur: Die Ölmischung sollte so eingestellt werden, dass Hopfen mit hohem Myrcengehalt das Aroma nicht dominieren.
Geschmackstests und Rezeptanalysen zeigen häufig einen Backa-Anteil von etwa 25 % in den Mischungen. Brauer nutzen dieses Verhältnis, um Zitrus- oder blumige Aromen optimal zur Geltung zu bringen. Dies geschieht auf Basis einer soliden, edlen Basis.
Bei der Zusammenstellung von Backa-Hopfenmischungen sollten Sie die Ölprofile prüfen und die Hopfengaben entsprechend anpassen. Bewahren Sie die charakteristischen Kräuternoten des Backa-Hopfens, indem Sie die Hopfengaben auf der heißen Seite begrenzen. Setzen Sie stattdessen auf späte Aromazugaben.

Sensorische Bewertung und Qualitätskontrolle im Sudhaus
Beginnen Sie mit dem Riechen an ganzen Zapfen und Pellets, um Frische und edle Duftnoten zu prüfen. Achten Sie auf krautiges Myrcen, kiefernartiges Humulen und würziges Caryophyllen. Ein dumpfer, papierartiger oder pappiger Geruch deutet auf Oxidation hin.
Zur Beurteilung des Hopfenaromas empfiehlt sich ein kurzes Verkostungsprotokoll. Brauen Sie 1–2 Liter Würze mit nur einer Hopfensorte und geben Sie den Hopfen spät hinzu. Kühlen Sie die Würze anschließend schnell ab. Riechen Sie sowohl an der heißen als auch an der kalten Probe, um Veränderungen der flüchtigen Öle zu beobachten und die Aromaintensität zu bestätigen.
- Messen Sie Alpha- und Beta-Säuren und vergleichen Sie diese mit den Ausgangswerten. Der typische aktuelle Alpha-Wert liegt bei etwa 2–3 %.
- Überprüfen Sie die Gesamtmenge der ätherischen Öle und die relativen Anteile von Myrcen, Humulen und Caryophyllen.
- Die Chargenvariabilität sollte protokolliert werden, damit Anpassungen nachvollziehbar sind.
Führen Sie die Hopfen-Qualitätskontrolle vom Wareneingang bis zum Braukessel durch. Überprüfen Sie die Kühlkette, die Vakuum- oder Sauerstoffbarriereverpackung und notieren Sie die Brüchigkeit der Pellets. Untersuchen Sie die ganzen Hopfenkegel vor der Annahme auf Schimmel, Trockenheit oder Verfärbungen.
Verwenden Sie ein einfaches Bewertungsformular für das Hopfenaroma und ergänzen Sie es gegebenenfalls durch Laboranalysen. Vergleichen Sie die sensorischen Eindrücke mit den Laborwerten, um Dosierung und Einwirkzeit in Rezepten zu optimieren.
Führen Sie kleine Testbrauvorgänge durch, wenn die Werte einer Charge außerhalb der erwarteten Bereiche liegen. Passen Sie die Hopfengabe oder die Zeit für das Kalthopfen an, um das gewünschte Aroma zu erreichen, bevor Sie die Produktion hochfahren.
Führen Sie Aufzeichnungen mit Chargen- und Datumsangabe, um die gleichbleibende Qualität der Brauhopfen über verschiedene Saisons hinweg zu gewährleisten. Regelmäßige sensorische Prüfungen und gezielte Analysen tragen zur Stabilisierung des Aromas im fertigen Bier bei.
Historischer und züchterischer Kontext von Backa
Die Ursprünge der Rebsorte Bačka liegen in der Bačka-Landrasse, die seit Generationen in der pannonischen Tiefebene Serbiens angebaut wird. Schon lange vor der Einführung formalisierter Zuchtprogramme wählten die Bauern vor allem die Reben aufgrund ihres Aromas, ihrer Robustheit und ihrer Wuchsstärke.
Die Sorte wurde 1956 offiziell in die USDA-Hopfensammlung an der Oregon State University aufgenommen. Diese Aufnahme trug dazu bei, Material für Studien und Vergleiche mit anderen europäischen Aromahopfen zu sichern.
Trotz seiner historischen Bedeutung haben nur wenige Studien die genaue Abstammung oder die genetischen Marker von Backa untersucht. Er gilt allgemein als regionaler, edler Aromahopfen und nicht als Produkt systematischer Züchtungsprogramme.
- Traditioneller Ursprung: Bačka-Landrasse, auf dem Bauernhof aufgrund ihrer Aromaeigenschaften selektiert.
- Erhaltungshistorie: 1956 in die USDA-Hopfensammlung (OSU) aufgenommen.
- Rolle in der Züchtung: Begrenzte Verwendung bei zeitgenössischen Kreuzungen im Vergleich zu neueren Sorten.
Regionale Agronomieberichte und das Internationale Hopfenproduktionsbüro heben Backa als erhaltenswerte, traditionelle Sorte hervor. Brauer und Genetiker schätzen diese Aufzeichnungen als unschätzbar wertvoll für die Erforschung der Entwicklung europäischer Aromasorten.
Das Interesse an Bačka ist ungebrochen und konzentriert sich auf die Dokumentation seiner Eigenschaften und die Erforschung seines Potenzials in modernen Züchtungsprogrammen. Derzeit dient es als Bindeglied zwischen dem traditionellen Bačka-Anbau und dem kuratierten Genmaterial in öffentlichen Sammlungen.
Abschluss
Backa-Hopfen – Zusammenfassung: Backa, ein serbischer Hopfen aus der Bačka-Region, wurde 1956 in die USDA/OSU-Sammlung aufgenommen. Er wird als Aromahopfen europäischen Typs mit edlen Eigenschaften vermarktet. Er weist einen niedrigen Alpha-Säuregehalt von typischerweise etwa 2 % auf und sein ätherisches Ölprofil wird von Myrcen, Humulen und Caryophyllen dominiert. Diese Zusammensetzung verleiht ihm subtile Kräuter-, Kiefern- und leicht würzige Noten, im Gegensatz zu kräftigen Zitrus- oder tropischen Aromen.
Backa-Hopfen wird in der Brauerei besonders zur Aromatisierung eingesetzt. Brauer sollten ihn erst spät im Braukessel, im Whirlpool und beim Kalthopfen hinzufügen. Am besten eignet er sich für etwa 25 % der Aromahopfenmenge in Rezepten. In Kombination mit klassischen Edelhopfen wie Saazer oder Hallertau oder zusammen mit modernen Hopfensorten verleiht er dem Bier eine dezente, kräuterartige Note. Dies ergänzt Lagerbiere und traditionelle Ales, ohne sie zu überdecken.
Beachten Sie bei der Zubereitung von Backa-Hopfen die Empfehlungen: Wählen Sie Pellets für mehr Stabilität, lagern Sie diese kühl und vakuumverpackt, um die flüchtigen Öle zu schützen, und führen Sie sensorische Qualitätskontrollen der eingehenden Chargen durch. Rechnen Sie mit begrenzter Verfügbarkeit und behandeln Sie Backa als edlen Aromahopfen. Für Brauer, die subtile Kräuter- und Kiefernoten suchen, ist Backa eine ausgewogene und unverwechselbare Wahl. Er entspricht der europäischen Brautradition, in der Nuancen zählen.
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